Geldpolitik

EZB denkt laut über flexibleren Umgang mit Inflationsziel wie in USA nach

Nach einem Strategieschwenk der US-Notenbank erwägt auch die EZB mehr Spielraum beim Ansteuern ihres Inflationsziels. EZB-Präsidentin Christine Lagarde verwies am Mittwoch in einer Videoschalte auf einer Finanzkonferenz auf eine laufende Debatte unter Währungshütern. Dabei stelle sich die Frage, ob Zentralbanken sich verpflichten sollten, nach längeren Zeiten mit zu niedriger Inflation danach entsprechend auch einen höheren Preisdruck zu tolerieren. Falls ein solches Konzept „glaubwürdig“ umgesetzt werde, könnte die Wirtschaft in einer Phase ultra-niedriger Zinsen besser stabilisiert werden.

Es stellt sich die Frage, ob Zentralbanken sich verpflichten sollten, nach längeren Zeiten mit zu niedriger Inflation danach einen höheren Preisdruck zu tolerieren.

Es stellt sich die Frage, ob Zentralbanken sich verpflichten sollten, nach längeren Zeiten mit zu niedriger Inflation danach einen höheren Preisdruck zu tolerieren. Foto: AFP/Daniel Roland

Lagarde betonte, ein solches Vorgehen sei eine Prüfung wert. Sie werde jedoch den Ergebnissen des laufenden Strategiechecks nicht vorgreifen: „Jetzt ist die Zeit, um zuzuhören und nachzudenken.“ Die US-Notenbank Fed hatte nach ihrem jüngsten Strategieschwenk in Aussicht gestellt, die Zinsen so lange nahe null zu halten, bis die Inflation auf dem Weg sei, „für einige Zeit“ das Ziel von zwei Prozent Teuerung „moderat zu übertreffen“.

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