Erste Zinssitzung
Die EZB bleibt zum Jahresstart in Alarmbereitschaft
Die Europäische Zentralbank legt auf ihrer ersten Zinssitzung im neuen Jahr nach dem großem Stützungspaket vom Dezember eine Atempause ein. Angesichts des hohen Infektionsgeschehens in den Euro-Staaten bleiben die Währungshüter aber in Habachtstellung, wie EZB-Präsidentin Christine Lagarde gestern nach der Sitzung in Frankfurt signalisierte. Den Leitzins beließ die EZB auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent, wo er bereits seit März 2016 liegt.
Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte im Dezember wegen der zweiten Pandemiewelle und neuer Eindämmungsmaßnahmen in den Euro-Ländern ihre Konjunkturprognose für das laufende Jahr deutlich auf 3,9 Prozent gesenkt. Zuvor hatte sie für 2021 noch 5,0 Prozent erwartet. Foto: AFP/Daniel Roland
„Das erneute Anschwellen der Coronavirus-Infektionen und die restriktiven und verlängerten Eindämmungsmaßnahmen in vielen Euro-Ländern beeinträchtigen die Wirtschaftsaktivität“, sagte Lagarde. Die Notenbank sei bereit, nötigenfalls alle ihre Instrumente anzupassen. Der Beginn der Impstoffverteilung zum Jahresende erlaube zwar mehr Zuversicht. Es brauche aber einige Zeit, bis eine weitverbreitete Immunität erreicht werde.