Handelsstreit

China schließt EU-Firmen von großen Ausschreibungen für Medizinprodukte aus

Als Reaktion auf neue Beschränkungen aus Brüssel schließt China Unternehmen aus der EU von großen Ausschreibungen für medizinische Geräte aus. Dies gelte ab einem Wert von umgerechnet 5,35 Millionen Euro, erklärte das chinesische Finanzministerium am Sonntag.

Der Streit zwischen China und der EU um medizinische Produkte eskaliert weiter

Der Streit zwischen China und der EU um medizinische Produkte eskaliert weiter Foto: AFP

Ausgenommen seien Unternehmen mit europäischem Kapital in China. Die EU hatte am 20. Juni ähnliche Auflagen für chinesische Firmen verhängt. Die am Sonntag in Kraft getretenen Beschränkungen aus Peking sehen unter anderem vor, dass bei Angeboten nicht-europäischer Unternehmen der Anteil der aus der EU importierten Produkte nicht über 50 Prozent des Gesamtwertes liegen darf. Ausgenommen sind Produkte aus der EU, wenn nur diese den Bedarf decken können. Auch bereits vergebene Ausschreibungen seien nicht betroffen, hieß es weiter. China wirft der EU „restriktive Maßnahmen“ und „neue protektionistische Barrieren“ vor. Peking sehe sich daher gezwungen, im Gegenzug Restriktionen zu verhängen.

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