Länger arbeiten, weniger krank sein
„Chambre des Métiers“ macht Vorschläge für Rentenreform und gegen Absentismus
Die „Chambre des Métiers“ hat das Staatsbudget von Finanzminister Roth analysiert. In ihrem Bericht beklagen sie fehlende Investitionen und ein drohendes Defizit bei der Sozialversicherung. Abhilfe könnte laut Handwerkskammer eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit schaffen.
Stellt eine längere Lebensarbeitszeit zur Debatte: Tom Wirion, Generaldirektor der Handwerkskammer Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante
Tom Wirion, Generaldirektor der Handwerkskammer, kann die Sichtweise der „Chambre des Métiers“ auf den von Finanzminister Gilles Roth (CSV) vorgestellten Haushaltsentwurf in einem Satz zusammenfassen: „Es ist ein ambitionierter Ansatz, der gleichzeitig Potenzial für Verbesserungen hat.“ Man begrüße den unerwarteten Anstieg bei den Einnahmen des Zentralstaates. Gleichzeitig aber seien die finanziellen Ressourcen suboptimal verteilt worden, schreibt die Handwerkskammer in ihrem Bericht. Insgesamt werde zu wenig investiert, auch in den Wohnungsbau, in den etwa so viel Geld fließe wie in die Entwicklungshilfe, sagt Max Urbany, Chef der Abteilung für wirtschaftliche Angelegenheiten bei der Handwerkskammer. Stattdessen werde zu viel Geld für die Funktionskosten des Staates ausgegeben. Gerade die Personalverwaltung könnte optimiert werden, so Urbany. „Man muss nicht mehr jeden, der in Rente geht, eins zu eins ersetzen, sondern schauen, wo wirklich neue Kompetenzen gebraucht werden.“