Fall Mouadden

„Wir haben die Problematik angemessen behandelt“

Der Fall Younes Mouadden sorgt bei der Jeunesse Esch weiterhin für Diskussionen. Präsident Marc Theisen verteidigt den Umgang mit der Kontroverse um den verweigerten Handschlag, setzt auf eine unabhängige Bewertung durch die neue Ethikkommission und hofft auf eine emotionslose und sachliche Debatte.

Marc Theisen hofft, dass dem Spieler mit Respekt begegnet wird

Marc Theisen hofft, dass dem Spieler mit Respekt begegnet wird Foto: Editpress/Jeff Lahr

Tageblatt: Herr Theisen, Ihr Verein, die Jeunesse Esch, hat am Donnerstag eine offizielle Anfrage gestellt, um den Fall Mouadden von der neu geschaffenen Ethikkommission bewerten zu lassen. Was erhoffen Sie sich von diesem Schritt?

Marc Theisen: Zunächst hoffen wir, dass die Kommission den Fall annimmt und sich damit auseinandersetzt. Da es sich um eine grundlegende ethische Frage unserer heutigen Gesellschaft handelt, gehe ich davon aus, dass unserem Antrag stattgegeben wird. Die Kommission ist mit Experten aus den unterschiedlichsten Bereichen hervorragend aufgestellt, um eine Antwort auf diese Frage zu finden. Das würde nicht nur der Jeunesse helfen, sondern auch der luxemburgischen Gesellschaft im Umgang mit religiösen Überzeugungen Orientierung bieten. Die Verschleierung von Frauen wäre etwa ein weiteres Thema, mit dem sich die Ethikkommission zu einem späteren Zeitpunkt gesondert beschäftigen könnte. Ich hoffe, dass uns dieses Gremium eine Richtung aufzeigt und damit auch die derzeitige Diskussion, die in alle möglichen Richtungen verläuft, etwas beruhigen kann.

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