Schwimmen
Wie Ralph Daleiden gelernt hat, sich weniger Stress zu machen
Von einer Saison in den USA, nach der er etwas enttäuscht war, hin zu einem neuen Landesrekord über 200 Meter Freistil. Ralph Daleiden hat gelernt, sich nicht mehr zu viel Stress zu machen, und blickt optimistisch Richtung U23-EM, die am Donnerstag beginnt.
Ralph Daleiden hat aus seiner Olympia-Teilnahme vor einem Jahr viel gelernt Foto: sportspress.lu/Jeff Lahr
Vor anderthalb Wochen sorgte Ralph Daleiden ein weiteres Mal in seiner noch immer jungen Karriere für Schlagzeilen, als er seinen eigenen Landesrekord über 200 Meter Freistil deutlich unterbot: von 1:49,42 auf 1:48,67. Damit war der 22-Jährige nicht nur deutlich schneller als bisher, sondern blieb erstmals auch unter der 1:49-Minuten-Marke. Ein kleiner Meilenstein?: „Ja und nein“, gibt der junge Schwimmer mit einem Lachen zu. „Da ich mich in den letzten beiden Jahren etwas mehr auf die 100 Meter konzentriert habe, hing ich schon länger bei Zeiten von 1:49 und 1:50 fest. In dieser Saison lag der Fokus bisher mehr auf den 200 Metern. Somit war es schon ein Ausrufezeichen, da ich doch fast eine Sekunde schneller war“, erklärt der Kraul-Spezialist, der sich jedoch sicher ist, dass er in dieser Saison durchaus noch schneller schwimmen kann. „Ich war noch nicht richtig auf das Rennen vorbereitet, noch nicht richtig ‚getapert‘, was heißt, dass ich keine größere Erholungsphase hatte. Vom Trainingsniveau und dem Level, das ich von mir selbst erwarte, kann ich mir vorstellen, dass am Ende der Saison noch mehr drin sein kann.“