Europameisterschaft
Warum Rémi Fabiani das letzte Wort dieser EM noch nicht gesprochen hat
Rémi Fabianis großer Moment der Europameisterschaft steht noch aus. Das wünscht sich nicht nur er selbst – sondern das ganze Team. Mit seinen zwei Halbfinalteilnahmen, darunter die 50 m Rücken am Donnerstag, hofft er, die nötige Erfahrung für die Abschlussgala gesammelt zu haben.
Rémi Fabiani (l.) ist gewappnet für den großen Abschluss der EM Foto: AFP
Es war weder die Disziplin, auf die er sich besonders eingestellt hat, noch waren die 50 m Rücken das Rennen, das sich Rémi Fabiani seit Wochen rot im Kalender angestrichen hatte. Und doch beeindruckte der 24-Jährige am Donnerstagmorgen selbst die Trainer größerer Nationen: Dass einer der Trainer der „Equipe tricolore“ den Schützling von FLNS-Coach Christophe Audot anerkennend als „belle bestiole“ bezeichnete, ist ein Kompliment auf diesem Niveau.
Auf der ungeliebten Bahn 9 war der angehende Makler der Konkurrenz des vierten Vorlaufs deutlich überlegen und schlug nach 24,73 Sekunden an. Das war zu diesem Zeitpunkt nicht nur ein neuer Landesrekord (vorher 25,29), sondern ebenfalls die schnellste Zeit des Tages. Ohne zu wissen, ob dieser nationale Meilenstein überhaupt für ein Halbfinale reichen würde, ging es für Fabiani sofort weiter mit der Vorbereitung auf das Staffelrennen. Erst 20 Minuten später hatte der Trainerstab die gute Nachricht überbracht.