Radsport
Warum Claude Conter sein Amt bei Snooze niederlegt: „Es geht um fehlende Dankbarkeit und Anerkennung“
Es ist eine Art Abschiedstour, auf die Claude Conter in diesen Tagen bei der 74. Tageblatt Flèche du Sud geht. Seit rund sechs Jahren ist er beim luxemburgischen Rad-Team Snooze-VSD so etwas wie der Mann für alles. Doch Conter zieht nach dem Etappenrennen einen Schlussstrich – weil er vor allem mit der Einstellung seiner Radsportler nicht einverstanden ist.
Claude Conter wird nach der Tageblatt Flèche du Sud nicht mehr für Snooze tätig sein Foto: Editpress/Luis Mangorrinha
Claude Conter nimmt am Donnerstagmorgen, vor dem Start der ersten Etappe der Tageblatt Flèche du Sud, kein Blatt vor den Mund. Es scheint, als hätte sich in den letzten Tagen eine Mischung aus Frust und Enttäuschung angesammelt. „Es gibt Fahrer, die das ganze Jahr für Snooze fahren, die von den Rennen profitieren, von unserer Kleidung und der ganzen Organisation – und am Ende sind sie bei einer Flèche du Sud nicht dabei. Wenn wir Sachen verteilen, ist jeder da. Für ein großes Rennen wie die Flèche will aber keiner Urlaub nehmen. Andere priorisieren die Spiele der kleinen Länder. So bekommen wir nur schwer eine Mannschaft an den Start“, sagt Conter.