Der ehemalige BGL-Ligue-Bomber Aleksandre Karapetian

Volksheld in der neuen Heimat

Aleksandre Karapetian schoss 101 Tore in der BGL Ligue. 2014 bestritt er sein erstes Länderspiel für Armenien. Ein Land, das er bis dahin nur aus Erzählungen kannte. Heute ist der 34-Jährige fast so etwas wie ein Volksheld in der Kaukasus-Republik.

Aleksandre Karapetian (l.) zusammen mit Tageblatt-Redakteur Dan Elvinger beim Interview und gemeinsamen Abendessen in Erewan

Aleksandre Karapetian (l.) zusammen mit Tageblatt-Redakteur Dan Elvinger beim Interview und gemeinsamen Abendessen in Erewan Foto: privat

Wenn Aleksandre Karapetian durch Erewan schlendert, dann wird er erkannt. Wer Tram fährt, sieht ein großes Foto von ihm und anderen Nationalspielern. Die Menschen grüßen ihn, wollen ihm die Hand schütteln. Das passiert nicht nur wegen seines langen, markanten roten Bartes. Der ehemalige Stürmer des Progrès Niederkorn, des F91 Düdelingen, der Victoria Rosport und des CS Grevenmacher hat sich durch seine Auftritte in der Nationalmannschaft Armeniens einen Namen gemacht. Durch seinen Führungstreffer 2019 gegen Italien genießt er fast schon Heldenstatus. „Als Nationalspieler wurde ich hier super aufgenommen. Innerhalb von ein paar Monaten habe ich in Armenien mehr Connections geknüpft als in den 15 Jahren davor. Die Leute mögen mich, weil ich bodenständig bin. Im Gegensatz zu Henrikh Mkhitaryan (Inter Mailand, Anm. d. Red.) kann man mich in der Stadt antreffen und mit mir reden“, sagt Karapetian.

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