Fall Mouaden
Verweigerter Handschlag: Die Jeunesse gibt die Frage an die Ethikkommission weiter
Nach der Debatte um den verweigerten Handschlag von Younes Mouaden hat sich die Jeunesse Esch an die neu geschaffene Ethikkommission gewandt. Unabhängige Experten aus verschiedenen Bereichen sollen nun bewerten, wie ein solches Verhalten in unserer (Sport-)Gesellschaft gehandhabt werden soll. Während die Ethikkommission ihre Arbeit gerade erst aufnimmt, hat die ALIS bereits rund 30 Safeguarding-Fälle bekommen.
Die Jeunesse-Anhänger warten mit Spannung auf die Fortsetzung der Geschichte Foto: Editpress/Jeff Lahr
Die Diskussion um den verweigerten Handschlag von Jeunesse-Spieler Younes Mouaden gegenüber weiblichen Fans beschäftigt inzwischen auch die luxemburgischen Sportinstitutionen. Am Donnerstag wandte sich die Jeunesse Esch per E-Mail an die „Agence luxembourgeoise pour l’intégrité dans le sport“ (ALIS) sowie die Nationale Ethikkommission (CNES). ALIS-Direktor Loïc Hoscheit bestätigte den Eingang der E-Mail gegenüber dem Tageblatt.
Aus dem Kommuniqué, das die Jeunesse am Mittwoch verfasste, geht hervor, dass der Verein die jüngsten Vorfälle „vollkommen unabhängig, sachlich und transparent“ einordnen lassen will. Gleichzeitig stehen die Escher nach eigenen Angaben im Austausch mit dem Sportministerium und dem nationalen Fußballverband FLF. Der Verein betont weiter, dass ein konstruktiver Dialog nur auf Augenhöhe möglich sei. Beleidigungen, Vorverurteilungen und persönliche Angriffe dürften nicht an die Stelle sachlicher Argumente treten.