Nationalmannschaft
„Unverzichtbar“: Danel Sinani ist Experte für den Kampf um den Klassenerhalt
In seinen 78 Spielen für die Nationalmannschaft und der Profikarriere im Ausland hat Danel Sinani schon so einiges erlebt – und gelernt. Etwa, dass Höhen und Tiefen zum schnelllebigen Fußballgeschäft dazugehören. Vom Kampf um den Klassenerhalt in St. Pauli geht es für ihn direkt mit den Play-offs in der Nations League weiter.
Danel Sinanis Treffer gegen Freiburg reichte nicht zum Sieg: Aktuell steht St. Pauli auf dem Relegationsplatz Foto: dpa/Christian Charisius
Beim FC St. Pauli ist Danel Sinani einer von neun Nationalspielern, die für das aktuelle Länderspiel-Fenster nominiert worden sind. Während drei seiner Kollegen in den Play-offs noch um eine WM-Teilnahme spielen, steht für den 28-Jährigen auf gleich zwei Fronten Klassenerhalt auf dem Programm. Druck? „In dieser Hinsicht ändert sich nicht viel. Die beiden Play-off-Spiele sind von der gleichen Bedeutung. Für mich sind es zwei zusätzliche Endspiele in diesem Jahr.“ Der Verbleib in der Bundesliga rückt in den nächsten Tagen etwas in den Hintergrund, denn mit den „Roten Löwen“ verfolgt er eine klare Mission: „Ich weiß, was wir hier erreichen wollen. Es ist auch mein persönliches Ziel, diese beiden Termine zu gewinnen.“
Der aktuelle Toptorschütze (fünf Treffer) des Tabellen-16. der Bundesliga erlebt gerade eine der konstantesten Saisons seiner Profikarriere – u.a. was die Spielzeit angeht. Sinani „macht sich unverzichtbar“, titelte die Bild-Zeitung vor sechs Wochen. Der Luxemburger sei „in einer Form, in der Trainer Alexander Blessin nicht an ihm vorbeikommt“. Der aktuelle Marktwert beträgt drei Millionen Euro – dreimal so viel wie vor seinem Wechsel nach Deutschland. Sinani, bodenständig wie man ihn kennt, bleibt trotz des Trubels um seine Person bescheiden: „Mit Düdelingen hatte ich damals auch drei schöne Jahre, was die Statistiken angeht. Als Profi fühlte ich mich in Huddersfield damals auch sehr gut, da ich viel gespielt habe. Zu Beginn war es komplizierter für mich in St. Pauli. Meine Lage hat sich geändert und ich erlebe die bislang beste Saison in diesem Klub.“