Der Spielermarkt im Basketball
Spielervermittler Rui Nunes berichtet über die Lage auf dem Transfermarkt: „Eine Katastrophe“
Keine einfache Zeit für Profispieler im Basketball: Nicht nur in Luxemburg hat es bereits einige US-Spieler getroffen, deren Verträge aufgrund der aktuellen Unterbrechung der Saison aufgelöst wurden. Auch international steht der Spielermarkt aktuell weitestgehend still. Das Tageblatt unterhielt sich mit Rui Nunes, der sich in Luxemburg als Spielervermittler in den letzten Jahren einen Namen gemacht hat, über die aktuell schwierige Situation.
Viele Profispieler werden in dieser Saison wohl kein offizielles Spiel bestreiten Foto: dpa/ANSA/Matteo Bazzi
Corona hat den internationalen Spielermarkt hart getroffen. „Es ist schon eine Katastrophe“, fasst Rui Nunes die aktuelle Situation nüchtern zusammen. Der 34-Jährige, der nach einem letzten Meisterschaftseinsatz im Januar dieses Jahres seine aktive Basketballkarriere endgültig beendet hat, hat sich in den vergangenen Jahren in Luxemburg ebenfalls einen Namen als Spielervermittler gemacht. Im Jahr 2013 gründete der vom Weltverband FIBA zertifizierte Agent die Agentur Coast to Coast, ist dennoch froh, dass dies aktuell nicht sein hauptberufliches Standbein ist. „Natürlich hofft man, dass man aus seiner Leidenschaft irgendwann einmal einen Fulltime-Job machen kann“, doch aufgrund der Corona-Pandemie ist Nunes – der ebenfalls im Bildungsbereich angestellt ist – hier aktuell weit entfernt. „Ich könnte noch heute zehn Vereine anrufen, doch bringen würde es rein gar nichts.“