Enovos League
Sparta ist nach mühsamem Derbysieg gegen Mamer alleiniger Spitzenreiter
Mit drei Siegen thront Bartringen als einziges noch ungeschlagenes Team nun alleine an der Tabellenspitze. Der doch etwas zähe Sieg gegen den aufopferungsvoll kämpfenden Underdog Mamer sowie eine möglicherweise schlimmere Verletzung sorgten jedoch für eine gedämpfte Stimmung.
Yannick Verbeelen und die Sparta sind als einziges Team in dieser Saison noch ungeschlagen Foto: Editpress/Jean-Jacques Patricola
„Wir haben nicht so wie in den beiden ersten Partien gespielt. Dann verloren wir auch noch Colin, wodurch wieder jeder ein Down erlitt“, analysierte Max Logelin den schwierigen dritten Sparta-Sieg. Obwohl die Hausherren als haushoher Favorit ins Nachbarschaftsduell gingen, blieb Mamer bis zur Schlussphase immer in Schlagdistanz. Zudem mussten die Bartringer im zweiten Viertel einen Schockmoment verdauen. Braun versuchte, mit einem Blockversuch am Brett einen Konter zu unterbinden, jedoch verletzte er sich bei der Landung am Knie und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Außerdem musste die Sparta mit Iwuakor einen neuen Profi einbinden, da Mays nach nur zwei Spielen aus familiären Gründen in seine US-Heimat zurückkehren wollte.
Dabei begann die Partie perfekt für die Gastgeber, die schnell zweistellig in Front lagen (20:8, 8‘). Mit der Einwechslung des 2,07 Meter großen Holsten wurde die Dominanz der Gastgeber unter den Brettern noch deutlicher, jedoch verpasste es Bartringen im zweiten Viertel, eine noch höhere Führung mit in die Pause zu nehmen, da defensiv nicht mehr mit derselben Intensität wie zu Beginn agiert wurde.
„Komisches Spiel“
In einem hektischen dritten Viertel konnte Mamer erneut verkürzen (53:47, 23‘), bevor ein 8:0-Lauf mit zwei Dreiern von Logelin der Sparta etwas Luft verschaffte (61:47, 25‘). Zudem kassierte Mambra-Profi Johnson schon vor Ende des dritten Viertels sein viertes Foul und wurde früh im Schlussabschnitt mit einem technischen Foul des Feldes verwiesen. Erst dann gelang es Bartringen, den berühmten Sack zuzumachen. „Es war ein komisches Spiel. Offensiv lief es, aber in der Defensive haben wir zu viele Rebounds zugelassen, die uns wehgetan haben. Erst in der zweiten Halbzeit wurde es etwas besser“, resümierte Logelin die ungewohnten Schwächen der Sparta.
Mamer steht zwar immer noch ohne Erfolgserlebnis am Tabellenende, dennoch dürfte die Leistung in Bartringen Mut machen für die kommenden Aufgaben. „Wir haben bis zum Schluss gekämpft und wir wissen, dass wir gegen jeden Gegner mithalten können. Allerdings müssen wir mental stärker werden, um dies über 40 Minuten abzuliefern“, fasste der 17-jährige Maid Adrovic, der fast die gesamte Partie auf dem Parkett stand, die Niederlage zusammen. Den Optimismus hat er nach der beherzten Leistung nicht verloren: „Wir haben eine junge, aber gute Mannschaft, und ich denke, dass wir noch einiges in dieser Saison erreichen können.“
Statistik
„T“-Bestnote: Lennart Holsten (Sparta Bartringen)
Viertel: 30:18, 19:23, 16:15, 26:18
Bartringen: Williams 24, Iwuakor 19, Logelin 15, Holsten 14, Germeaux 6, Verbeelen 6, Braun 3, Stein 2, Arendt 2, Beicht 0, Maestro Varillas 0, Tastekin 0
Mamer: Bedirhanoglu 24, Sleva 17, Adrovic 10, Johnson 10, Beslija 8, Mikalauskas 5, Loechner 0, J. Murray 0, Kurtes 0
Schiedsrichter: Malané/Monkunas/Stasiuk
Zuschauer: 250 zahlende