ING Night Marathon
Shefi Xhaferaj erstmals auf dem Podium
Mit der 19. Auflage des ING Night Marathon konnte das größte nationale Sportereignis ein gelungenes zwanzigjähriges Jubiläum feiern. Anders als im Vorjahr, als es insgesamt gleich drei Luxemburger beim Marathon auf das Podium schafften, gelang das dieses Mal nur Shefi Xhaferaj, die im Gegensatz zu einigen anderen Läufern mit den Wetterbedingungen sehr gut zurecht kam.
Bei den Damen siegte Tatiana Proca (r.), die beim CSL lizensiert ist. Shefi Xhaferaj (l.) lief erstmals beim Hauptstadtmarathon unter die ersten drei Foto: Editpress/Luis Mangorrinha
Im vergangenen Jahr erlebte der hauptstädtische Marathon mit James Dunn nicht nur den ersten luxemburgischen Sieger, mit dem Drittplatzierten Luc Scheller kam ein weiterer einheimischer Athlet auf das Podest. Jedoch konnten beide ihre Erfolge in diesem Jahr nicht wiederholen. Der Titelverteidiger verzichtete drei Wochen nach seiner persönlichen Bestleistung beim London-Marathon auf eine Teilnahme, während Scheller zwar ursprünglich für den Marathon angemeldet war, sich jedoch schon im Vorfeld auf Grund muskulärer Probleme entschied, „nur“ die halbe Distanz zu bestreiten, die er mit angezogener Handbremse als viertbester Luxemburger auf Rang 18 beendete.
Daher war der Weg für einen neuen Sieger frei: nach einem in der zweiten Hälfte sehr einsamen Rennen an der Spitze setzte sich Bart Janssen durch (2:28:21). „Es ist eine unheimliche Ehre, zum ersten Mal einen großen Marathon zu gewinnen. Mein Objektiv war an sich die Zeit von zweieinhalb Stunden zu unterbieten, und da beides gelang, war wirklich alles perfekt“, bilanzierte der Niederländer, dem die Wetterbedingungen enorm entgegenkamen, und der auch Gefallen am hügeligen Profil fand.