Testspiel

„Rote Löwinnen“ nehmen eindrucksvoll Revanche: Klarer 3:0-Sieg auf Zypern

Die Luxemburger Fußball-Nationalspielerinnen nahmen am frühen Montagmorgen eine Revanche für die knappe Pleite vom Freitag. Das zweite Testspiel auf Zypern endete mit einem deutlichen 3:0. 

Caroline Jorge (in Blau) bescherte dem Team eine frühe Führung

Caroline Jorge (in Blau) bescherte dem Team eine frühe Führung Foto: Editpress/Fernand Konnen

Neue Gesichter, neue Taktik, deutlich mehr Erfolg: Das zweite Testspiel in Zypern begann für die „Roten Löwinnen“ wie ein Feuerwerk. Zunächst gab es einen sehr frühen Angriff der Lokalmannschaft über rechts, dann übernahm Luxemburg die Kontrolle. Nach einem Ballverlust versuchte es Jorge ein erstes Mal von der Strafraumgrenze. Der Ball flog über das Tor. Nur eine Minute später profitierte die Santos-Elf vom nächsten Fehler der Hausherrinnen: Schmit wurde angeschossen und leitete den schnellen Konter ein. Sie schickte Jorge über rechts: Diese brachte eine Flanke in den Fünfmeterraum, die Cusick unglücklich ins eigene Netz lenkte. 

Im Tor stand diesmal die Hesperingerin Jung, die bei der ersten Prüfung in der 7. nicht aus der Ruhe zu bringen war. Es blieb beim zypriotischen Strohfeuer. Auf der anderen Seite hatte Dos Santos viel Platz im Strafraum, ihr Schuss war allerdings nicht platziert. In der 14. wurde Dietrich von Jorge geschickt, doch die Stürmerin kam nicht mehr an den Ball. Das Duo funktionierte toll zusammen: In der 25. überwanden sie die Verteidigung mit einem schönen Doppelpass: Dietrich vollendete mit einem hohen Ball zum 2:0.

Ganz einseitig war die erste Hälfte aber nicht: Jung behauptete sich nach einer halben Stunde im Eins-gegen-eins gegen Kapitänin Aristodimou, danach rettete der Pfosten: Kremer war von Violari ausgetanzt worden (42.). Das 3:0 fiel nach einer Glanztat von Schmit: Per Hacke bediente sie Dos Santos und überrumpelte damit die komplette Verteidigung. Die Racing-Spielerin traf ins lange Eck.

Nach der Pause wurde kräftig durchgemischt: Die Leaderinnen Miller und Thompson durften ran. Letztere hatte wie Schmit relativ früh in der zweiten Hälfte eine Torgelegenheit. Von Zypern kam nicht viel. Die Statistiken nach 80 Minuten waren eindeutig: Elf Torschüsse kamen von den „Roten Löwinnen“, aber nur drei auf zypriotischer Seite. Eine der besten Chancen vergab Lourenço, als sie nach Thompson-Flanke eine Sekunde zu spät vor der Keeperin auftauchte.

Für die Nationalauswahl war es der letzte Test vor dem Auftakt der Nations League Ende Februar. Mit fünf Auswärtstoren in drei Spielen und einer klaren Steigerung gegenüber dem Freitagsspiel dürfte der Doppeltest für Selbstvertrauen gesorgt haben – besonders bei den Spielerinnen, die am Montag in einer umgekrempelten Startelf standen.

Statistik

Luxemburg: Jung (81. Oberweis) – Machado (57. Faria), Cherkane (46. Freymann), Kremer, Kirps (57. Leite) – Schmit (82. Estevez), Kocan (71. Fiorucci) – Jorge (46. Miller), Lavinas (82. Besch), Dos Santos (46. Lourenço) – Dietrich (46. Thompson)
Zypern: Kouzali – Georgiou, Hardy (46. Papadopoulou) , Cusick, Michael – Savva, Panagiotou – Kyriakidi (70. Chrysostomou), Aristodimou, McBeth (46. Charalambous) – Violari
Schiedsrichterinnen: Toumazou – Dimosthenous, Savvidou
Torfolge: 0:1 Jorge (4.), 0:2 Dietrich (25.), 0:3 Dos Santos (45.+1)

Trainerstimme

Dan Santos (Luxemburg): „Ich bin logischerweise mit dem Ergebnis zufrieden, wir führten 3:0 zur Pause. Es hätte zu diesem Zeitpunkt auch 5:1 stehen können, denn sie hatten diesen einen Pfostenschuss. Insgesamt konnte ich diesmal so einiges austesten, viele Spielerinnen bekamen Einsatzzeit, die sie sonst wohl nicht bekommen hätten. Das erste Ziel war, mit mindestens zwei Toren Unterschied zu gewinnen. Das haben sie eins zu eins umgesetzt. Wir haben nach der Analyse des ersten Spiels vieles besser gemacht: die richtigen Wege und die richtigen Entscheidungen. Wir wussten, dass wir hier mit unseren Qualitäten und weniger Fehlern den Sieg holen können. Ich muss sagen, dass ich positiv überrascht war: Die Konkurrenz wurde größer, wir haben hier eindeutig gesehen, dass wir auf viele Spielerinnen zurückgreifen können und die Stammplätze keine Selbstverständlichkeit sind.“

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