Tischtennis
Pokal: Empörung beim Titelverteidiger trotz Halbfinaleinzug
Am Samstag wurden die Halbfinalisten in der Coupe de Luxembourg Seniors und im Pokal der Damen in Roodt/Syr ermittelt. Dabei geriet das Spitzenspiel zwischen Reckingen und Howald fast zur Nebensache. In der Partie zwischen Hostert/Folschette und Flaxweiler, die der Titelverteidiger mit 4:0 gewann, hatten die Schiedsrichter die Spieler und auch die Zuschauer mit ihren Entscheidungen gegen sich aufgebracht.
Gleb Shamruk darf sich mit Hostert/Folschette über den Halbfinaleinzug freuen Editpress/Gerry Schmit
Es waren deren wiederholte Punktabzüge für Fehlaufschläge, die für einen immer größer werdenden Unmut im Sportzentrum von Roodt/Syr sorgten. In der Partie zwischen Evgheni Dadechin, dem Neuzugang aufseiten von Aufsteiger Flaxweiler, und Gleb Shamruk kam es zu Beginn des dritten Satzes zu einer längeren Unterbrechung. Die Spieler und Kapitäne beider Mannschaften diskutierten aufgeregt über Sinn und Zweck der vermeintlichen Fehlaufschläge, die vom Unparteiischen jeweils mit einem Punktabzug bestraft worden waren. Dadechin und Shamruk, die ihren Ärger herausließen, bekamen die Gelbe Karte gezeigt. Beide gingen demonstrativ dazu über, mit der Rückhand zu servieren, um weiteren Punktabzügen aus dem Weg zu gehen. Die Partie endete mit einem 3:1-Erfolg für den Ranglistenzweiten Shamruk. Am Nebentisch war die Begegnung zwischen Jan Zibrat und Stanislav Horshkov (3:0) längst beendet. Auch Zibrat hatte sich nach einem Punktabzug eine Verwarnung eingehandelt. „Wo bin ich hier gelandet?“, fragte sich der ehemalige slowenische Nationalspieler, der in der vergangenen Saison aus der dritten Bundesliga zu Double-Sieger gewechselt war.