Nations League
Paul Philipp ist realistisch: „Es wird biederere Kost geben“
Nach dem Höhenflug gegen Bulgarien folgte gegen Island die Ernüchterung: Mit 0:3 verlor Luxemburg nicht nur die Tabellenführung, sondern zeigte vor allem in der ersten Halbzeit eine schwache Leistung. Im Interview spricht Paul Philipp über fehlende Führungsspieler, die Belastung der Leistungsträger und die Erwartungen an die kommenden Partien gegen Estland und Bulgarien.
Das Lachen ist Paul Philipp nicht vergangen, die Niederlage gegen Island machte ihn trotzdem nachdenklich Foto: Editpress/Gerry Schmit
Tageblatt: Nach der Euphorie über die Tabellenführung folgte mit der 0:3-Niederlage gegen Island die Ernüchterung. War das eine der schwächsten Leistungen der jüngeren Vergangenheit?
Paul Philipp: Ja. Vor allem die erste Halbzeit war eine der schwächsten Leistungen. Wir dürfen allerdings nicht vergessen, welche Spieler uns gefehlt haben: Seid Korac, Christopher Martins und Danel Sinani. Zudem musste nach einer Viertelstunde Kapitän Laurent Jans den Platz verlassen. Dies sollten wir nicht als Ausrede benutzen, es ist aber eine Erklärung. Zu Beginn der Partie hat es die Mannschaft überhaupt nicht geschafft, sich aus dem gegnerischen Pressing zu befreien. Island hat die Räume sehr eng gemacht, sodass es für uns kaum möglich war, ins Spiel zu finden. Die Isländer waren aggressiv, haben auf Umschaltsituationen gewartet und permanent Druck ausgeübt.