Basketball
Optimismus auf beiden Seiten: Steinsel schlägt Esch knapp
Die Begegnung zwischen Steinsel und Esch lieferte einen Vorgeschmack auf die anstehenden Play-off Spiele zwischen den gleichen Teams. Das knappe Resultat zeigt, dass sich die Tabellennachbarn (4. und 5.) aktuell die Waage halten und spannende Vergleich in Aussicht stehen.
Alex Laurnt und Steinsel können mit einem guten Gefühl in die Play-offs gehen Foto: Editpress/Fernand Konnen
Die Positionen der Kontrahenten waren fix und es stand fest, dass beide Teams im Viertelfinale wieder aufeinandertreffen würden. Nach einigen schwierigen Wochen beiderseits wollten sowohl Steinsel als auch Basket Esch im Hinblick auf die Play-offs Selbstvertrauen tanken. Beide Mannschaften wollten ihren Gegner mit einem Sieg beeindrucken.
Es kam demnach nicht zu einem Offensivfestival und keinem Ausreißer vor der Pause. „Ich hatte meinen Spielern gesagt, es ist heute ein Pre-Play-off-Game. Und es war genau so, was die Intensität anbelangt. Ein Vorgeschmack auf die Spiele, die jetzt auf uns zukommen“, so der Gäste-Coach Frank Mériguet. „In den letzten Wochen, wo wir nie komplett auftreten konnten, war es wichtig für uns, die Sicherheit und unseren defensiven Spirit wiederzufinden. Doch um ein Spiel zu gewinnen, muss man Körbe erzielen. Dies ist uns nicht so richtig gelungen. Die Offensive kann man nicht kontrollieren, jedoch die Defensive. Somit bin ich recht zufrieden mit unserer Intensität in der Verteidigung.“
Nach der ausgeglichenen ersten Halbzeit übernahm Steinsel in der Pause die Kontrolle über das Spielgeschehen und konnte sich dank eines gut aufgelegten Ashton Sherrel eine 12-Punkte-Führung herausspielen. „Es war eine gute Einstimmung auf die Play-offs. Und wichtig für unseren Kopf. So ein enges Spiel zu gewinnen, zeigt, dass wir bereit sind, wenn es darauf ankommt“, unterstreicht der Steinseler. „In der ersten Halbzeit haben wir Esch das Spiel etwas überlassen und haben uns hetzen gelassen durch ihre Switching Defense und ihnen die Bälle in die Hände geworfen. Das darf nicht noch einmal geschehen. Die zweite Hälfte war dann ein ganz anderes Spiel.“
Aber mit einer guten Trefferquote aus der Distanz konnte Esch noch einmal ausgleichen (58:58) und so die Schlussphase offen gestalten. „Als es noch einmal spannend wurde, haben wir die Ruhe bewahrt und die wichtigen Freiwürfe verwandelt. Der heutige Erfolg bedeutet einen psychologisch wertvollen Vorteil für uns“, so die Überzeugung von Laurent. Trotz der vierten Niederlage in Folge zieht Dino Ceman viel Positives aus dem letzten Spieltag der Qualifikationsphase.
„Defensiv standen wir heute gut. Eine Einstellung, die wir für die Play-offs beibehalten müssen. Nächste Woche kommen wir besser vorbereitet zurück nach Steinsel. Die Partie nährt unseren Optimismus. Wir denken nicht an die letzten Wochen. Diese Phase ist abgehackt und jetzt ist es, wo es zählt. Nächste Woche werden noch besser performen.“ Ceman weiß, dass sein Team offensiv noch einen Zahn zulegen muss, aber auch, dass Esch sich auf dem Weg der Besserung befindet und stimmt mit seinem Coach ein. Mériguet nimmt eine positive Erkenntnis aus dem heutigen Spiel mit. „Wir haben gesehen, wie wir auftreten müssen. Wir wissen nun, was wir bewerkstelligen müssen, um hier zu gewinnen.“
Statistik
„T“-Bestnote: Ashton Sherrell (Amicale Steinsel)
Viertel: 15:13, 16:16, 19:19, 14:12
Steinsel: Sherrell 24, Laurent 13, Richardson 11, Morton 11, Bugeja 3, Kuresevic 2, A. Medeot 0, N. Medeot 0, Theisen 0
Basket Esch: Nelson 22, Ceman 11, Hicks 9, Thill 7, Rugg 6, Cornu 3, Ramos 2, Jesus Frederico 0
Schiedsrichter: Malané/Ntasis/De Mora