Fußball
Offener Brief der Virton-Mannschaft: „Wir sind die Geiseln des Vereins“
Die Spieler des Excelsior Virton sind nicht nur unzufrieden: Sie sind angewidert, „depressiv“ und nicht bereit, ihre Karrieren leichtfertig aufzugeben. Dies ist jedenfalls die Ansage, die aus ihrem offenen Brief hervorgeht, der am Sonntag für sehr viel Wirbel in der belgischen Fußballwelt sorgte.
Spieler und Trainer haben sowohl die Union belge aus auch die Liga um Hilfe gebeten Foto: Editpress/Jerry Gerard
Investor Flavio Becca will den Kampf nicht aufgeben und weiter gerichtlich vorgehen. Es geht um die Lizenz für den Verbleib im Profifußball, die der grenznahe Klub bislang nicht erhalten hat. Die Konsequenzen tragen (auch) die Spieler und der Trainerstab. „Wir werden von der Vereinsführung in Geiselhaft genommen“, heißt es in der Einleitung des offenen Briefs, der am Sonntag an die Presse ging. „Wir, die Spieler und Trainer, stehen ohne Arbeit da und haben nicht die Möglichkeit, neue Verträge in anderen Klubs zu unterschreiben (der Vorstand verbietet es). Deshalb haben wir große finanzielle Schwierigkeiten.“