Kunstturnen
Mordenti erreicht in hochklassigem Weltcup-Finale Rang acht
Eine Woche nach ihrem starken Comeback bei den Luxembourg Open überzeugt Céleste Mordenti auch beim Weltcup in Kroatien. Mit ihrem Finaleinzug überraschte die Luxemburgerin sich dabei auch selbst.
Nach ihrer Verletzung hat sich Céleste Mordenti eindrucksvoll zurückgemeldet Foto: Editpress/Fernand Konnen
Die letzten Monate waren für Céleste Mordenti nicht die einfachsten. Eine komplizierte und langwierige Fußverletzung war daran schuld, dass Luxemburgs beste Kunstturnerin seit Sommer 2025 keinen Wettbewerb mehr bestreiten konnte und erst in der letzten Woche bei den Luxembourg Open ihr Comeback feierte.
Eine Rückkehr, die zwar auf ihr Paradegerät, den Stufenbarren, beschränkt war, auf dem sie aber vor heimischer Kulisse vollends überzeugen konnte. Denn mit 13,667 Punkten in der Qualifikation schaffte sie auf Anhieb eine neue Bestleistung. Im Finale einen Tag später gab es noch einmal 13,000 Punkte, was am Ende schließlich Rang zwei bedeutete.
Nur wenige Tage später stand für die 23-Jährige mit dem Weltcup im kroatischen Osijek der nächste Wettbewerb auf dem Programm. Ein Wettkampf eines ganz anderen Kalibers, mit einer ganzen Reihe an Turnerinnen, die bereits auf Weltniveau überzeugen konnten. Wie etwa die Chinesin Yang Fanyuwei, die im letzten Jahr bei der WM in Jakarta am Stufenbarren Bronze gewinnen konnte, oder dem großen französischen Nachwuchstalent Elena Colas. „Ich war mir bewusst, dass das Niveau bei diesem Weltcup enorm hoch sein würde, und war mir nicht wirklich sicher, was ich erwarten soll“, meint Mordenti. „Als ich im Training gesehen habe, wer schlussendlich alles dabei ist und welche Übungen sie zeigen, rechnete ich mir keine Chancen auf ein Finale aus. Ich wollte eigentlich nur eine solide Barrenübung turnen.“
„Das absolute Highlight“
Doch die Luxemburgerin, die bei zwei World Challenge Cups bereits Bronze am Stufenbarren gewinnen konnte, überraschte sich selbst am Donnerstag wohl am meisten. „Es war auf jeden Fall eine der besten Übungen, die ich an diesem Gerät bisher gezeigt habe.“ 13,000 Punkte erhielt die COSL-Eliteathletin dafür. Eine Wertung, die hoch einzuschätzen ist, denn wie sie selbst erklärt, wurde beim Weltcup um einiges strenger bewertet als noch in der letzten Woche in Luxemburg. „Ich war so schon super zufrieden und dann bin ich so gerade als Achte noch ins Finale gerutscht. Das war wirklich das absolute Highlight, in einem Finale sein zu können mit solchen Weltklasseturnerinnen ...“
Am Samstag lief es im Finale zwar aufgrund eines Sturzes weniger gut, doch davon ließ sich Mordenti, die mit 11,900 Punkten schlussendlich Rang acht belegte, ihre postive Stimmung nicht verderben. „Es war eine großartige Erfahrung, so ein Finale turnen zu dürfen. Das war anders als die anderen, die ich bisher bestritten habe. Es tut so gut, wieder mitmachen zu können und nicht nur dabei zu sein, sondern wirklich dazuzugehören.“