Enovos League

Meister Ettelbrück setzt ein Zeichen

Während am Samstag die drei Auswärtsteams triumphierten, nutzte die Etzella am Sonntag als einziger Viertelfinalist seinen Heimvorteil und setzte sich klar gegen den Underdog Kordall durch.

Top-Vier-Team Etzella mit Thomas Henkel siegt souverän gegen Underdog im wichtigen Basketballspiel

Als einziges Top-vier-Team ließ sich die Etzella um Thomas Henkel nicht vom Underdog überraschen Foto: Editpress/Gerry Schmit

Im Duell zwischen dem amtierenden Meister Ettelbrück und Aufsteiger Kordall waren die Rollen auf dem Papier klar verteilt. Allerdings kassierte die Etzella bereits eine Niederlage in dieser Saison gegen das Team um Kapitän Max Schmit. Die Ettelbrücker waren somit vorgewarnt. Die Etzella ließ jedoch im ersten Spiel der Viertelfinalserie nichts anbrennen und dominierte über 40 Minuten das Geschehen.

„Es steht 1:0, wir konnten als einziges Team unseren Heimvorteil nutzen. Besser kann man nicht in die Play-offs starten. Es ist uns gelungen, unseren Gameplan über 40 Minuten perfekt umzusetzen. Das versuchen wir am Mittwoch zu wiederholen, um dann ein freies Wochenende zu haben“, erklärte Thomas Henkel mit einem Lachen. Der Ettelbrücker konnte 19 Punkte (fünf Dreier) und vier Assists zum Sieg beisteuern. „Wir wollten den Steelers ihre Fastbreaks so gut es geht wegnehmen. Das ist uns mit unserer Verteidigung auch recht gut gelungen. Wir wissen, dass Kordall einige Spieler hat, die zweistellig punkten können, das haben wir gesehen, als wir verloren haben. Wir wussten, was auf uns zukommt und haben uns dementsprechend vorbereitet“, ergänzte Henkel.

Klare Überlegenheit

Auch wenn die Gäste nach zwei Minuten mit 5:2 in Führung lagen, sollte die Freude im Lager der Kordall Steelers nicht lange andauern, denn Delph, P. Gutenkauf und Henkel schafften einen 13:0-Lauf. Somit lag der Gastgeber, der das Tempo klar diktierte, nach fünf Minuten bereits mit zehn Punkten in Führung (15:5). Den Gästen fehlte das nötige Wurfglück und sie wurden vom Tempo der Etzella förmlich überrollt. Zu Beginn des zweiten Viertels unterstrich die Etzella mit einem 7:0-Lauf ihre Überlegenheit. Somit stand es nach zwölf Minuten bereits 35:17. Der Aufsteiger gab sich zwar Mühe, hatte jedoch kein Mittel parat, um den gegnerischen Ansturm zu stoppen.

In der zweiten Hälfte sollte sich nicht viel am Spielgeschehen ändern. Die Ettelbrücker waren weiterhin die tonangebende Mannschaft (61:39). Die Vorentscheidung war frühzeitig gefallen, denn der Gastgeber ließ keine Zweifel aufkommen und behielt den Rhythmus bis zum Schluss bei. Rund 90‘‘ vor Schluss wurde die Hundert-Punkte-Marke durch einen Korbleger von Schomer geknackt.

Die erste Teilnahme am Play-off in der Vereinsgeschichte ist zwar bereits ein Erfolg für die Steelers, dennoch hatten sie sich das Spiel in Ettelbrück anders vorgestellt: „Auch wenn der Gegner Etzella heißt, gehen wir in die Partie, um zu gewinnen. Uns fehlte von Anfang an die nötige Treffsicherheit. Auch in der zweiten Hälfte fehlten die Lösungen, um den Rückstand zu reduzieren. Es ist bekannt, dass die Etzella heimstark ist. Für uns gilt es am Mittwoch, in eigener Halle besser zu treffen und im defensiven Bereich einiges anzupassen, denn phasenweise machten wir es der Etzella zu einfach“, meinte Steve Kuhlmann.

Statistik

„T“-Bestnote: Thomas Henkel (Etzella Ettelbrück)

Viertel: 28:17, 22:18, 24:11, 32:21

Ettelbrück: Davis 25, P. Gutenkauf 21, Henkel 19, Delph 14, McDaniel 14, Zenners 6,
Schomer 3, Delgado 2, Schaaf 2, Lopes Morais 0

Kordall: Reynolds 18, Timko 17, Jonaitis 12, Kuhlmann 8, Pellegrino 5, Fernandes 2, Kemmer 2, De Brito 2, Schmit 1, Babic 0, Borbon 0, Zucca 0
Schiedsrichter: L. Weiwers/Stasiuk/Isigonis
Zuschauer: 250 zahlende

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