Schwimmen
Max Mannes kann sich nach der Masters-WM eine Rückkehr in den Elitesport vorstellen
Neun Tage lang hielt sich der frühere Elite-Schwimmer Max Mannes in Singapur auf, wo er vergangene Woche erstmals bei den Masters-Weltmeisterschaften antrat. Seine Teilnahme krönte er mit Gold über 100 m Rücken und Bronze über 50 m Rücken. Im Gespräch mit dem Tageblatt blickt er darauf zurück und verrät, dass er sich eine Rückkehr in den Elitesport vorstellen kann, wenn Herz und Kopf wieder ins Gleichgewicht finden.
Max Mannes hat seine Karriere nie offiziell beendet, sondern nur eine Pause eingelegt Foto: Editpress/Gerry Schmit
Die Masters-WM unterscheidet sich grundlegend von den Titelkämpfen der Elite. Hier treten vor allem Amateur- und ehemalige Profischwimmer an, die bestimmte Zeiten erreichen, aber nicht mehr auf höchstem internationalen Niveau unterwegs sind. Für Max Mannes bedeutete das ein völlig anderes Umfeld als früher. Die Rahmenbedingungen machten die Veranstaltung für ihn deutlich entspannter als die Meisterschaften aus seiner aktiven Zeit im Elitebereich. „Ich konnte diese WM viel lockerer nehmen. Es war viel weniger Stress, nicht nur Hotel, Schwimmhalle und Flughafen zu sehen, wie sonst immer“, erklärt der 27-Jährige. Auch organisatorisch war vieles anders. Ohne Trainer oder sportlichen Direktor musste er den Ablauf selbst im Blick behalten: „Ich musste alles selbst organisieren, es war eben keiner da, der sich darum gekümmert hätte.“