Handball-Pokal

MVP mit 46: Hugo Figueira macht das Alter zur Nebensache

Mit 46 Jahren wurde Hugo Figueira im Finale des Handball-Pokals zum MVP gewählt. Der Torhüter glänzte mit starken Paraden und war seiner Mannschaft ein starker Rückhalt. Vor allem die Freude am Spiel treibt den Routinier weiterhin an.

Hugo Figueira jubelt nach spektakulären Paraden als Torwart im Handballspiel

Hugo Figueira freut sich über seine Paraden Foto: Editpress/Fernand Konnen

Das Alter ist nur eine Zahl. Es ist ein Satz, der perfekt auf Hugo Figueira zutrifft. 46 Jahre hat der Keeper des HB Esch mittlerweile, doch er gehört im Tor noch immer zu den besten des Landes. Das hat er im Pokalfinale einmal mehr unter Beweis gestellt. In den großen Spielen und wichtigen Momenten wächst Figueira über sich hinaus. Gegen Düdelingen hielt er am Samstag mit einer Doppelparade in den letzten Sekunden den Pokalsieg für seine Mannschaft fest. Es waren zwei, seiner insgesamt zwölf Paraden. Am Ende wurde er für seine Leistung als Final-MVP (Most Valuable Player) geehrt, auch im Halbfinale hatte ihn das Publikum bereits zum besten Spieler gewählt.

„Wenn mir jemand vor einer Woche gesagt hätte: Du gewinnst das Halbfinale und dann auch noch das Finale. Und obendrauf wirst du in beiden Spielen der MVP – ich hätte es nicht geglaubt“, so der Portugiese. „Ich gehe Schritt für Schritt, fokussiere mich auf meine Arbeit und gebe 100 Prozent für das Team und den Klub. Ich liebe einfach den Handball Esch.“

„Meine Familie“

Der Torhüter hält den Pokalsieg in den Schlusssekunden fest

Der Torhüter hält den Pokalsieg in den Schlusssekunden fest Foto: Editpress/Fernand Konnen

Für Figueira persönlich war es seit seinem Wechsel vom SL Benfica im Jahr 2019 nach Esch der dritte Pokaltitel. Und der hat aufgrund der Erwartungen von außen, eine besondere Bedeutung. „Die Leute haben gesagt, der Handball Esch sei schwach“, so Figueira. „Aber wir haben an uns geglaubt, Mentalität gezeigt, viel gearbeitet und uns jetzt belohnt.“

Angetrieben wird der Routinier mit 46 Jahren vor allem von seiner Freude am Spiel. „Ich fühle mich gut. Ich muss Gott dafür danken, dass ich verletzungsfrei bin. Ich genieße es, Handball zu spielen und ich freue mich über jede Parade, die ich mache“, erzählt er. „Manchmal gehe ich müde zum Training, weil ich tagsüber arbeite. Aber es lohnt sich – in der Halle habe ich jedes Mal ein Lächeln im Gesicht.“

Gerade in großen Spielen profitiert er von seiner Erfahrung. Gleichzeitig investiert er viel in die Vorbereitung. „Ich mache viel unsichtbare Arbeit. Zuhause studiere ich den Angriff der gegnerischen Mannschaften und die Würfe der Spieler, damit ich weiß, was auf mich zukommt. Ich mache diese Arbeit sehr seriös, aus Respekt vor dem Klub, der auch meine Familie ist.“

Und ein Ende ist für den 46-Jährigen noch nicht in Sicht. „Wenn der Handball Esch will, dass ich weitermache“, sagt Figueira, „mache ich weiter.“

Voller Fokus

Voller Fokus Foto: Editpress/Fernand Konnen

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