„Dachte, wir hätten es endlich geschafft“
Henri Bressler arbeitet seit den 80er-Jahren auf ein Sportmuseum hin
Das Sportmuseum muss warten. Für Henri Bressler, der bereits seit den 80er-Jahren auf die Entstehung einer nationalen Sportgeschichts-Einrichtung hofft und hinarbeitet, eine erneute Enttäuschung. Der Archivist, Autor und sympathische Sportfan hat die Hoffnung aber noch nicht ganz aufgegeben.
Henri Bressler hat viele Stunden seiner Freizeit (und Rente) im Keller verbracht – im Dienste der Allgemeinheit Foto: Editpress/Julien Garroy
Henri Bressler fährt mit dem Zeigefinger über eine metallische Fahrradfigur, die er im Wohnzimmer auf einem Regal platziert hat. „Es geht“, sagt er lächelnd und blickt zu seiner Frau. Diese hat das Zwiebelschälen in der Küche für einen Moment unterbrochen, um zu erzählen, wie viele Stunden die Haushaltshilfe in der Vergangenheit nur für das Abstauben der Hunderten Statuetten und Fahrrad-Figurinen benötigt hätte. „Ich bin froh, dass meine Frau dieses Hobby akzeptiert hat. Andere hätten wohl immer wieder gefragt, was ich mit dem ganzen Kram vorhätte. Dieses Verständnis ist wichtig.“