Basketball
Heimsieg gegen Irland: FLBB-Damen qualifizieren sich für die nächste Runde
Mit einem hart umkämpften 85:73-Erfolg am Mittwochabend gegen Irland feiern die FLBB-Damen in der Qualifikation für die EM 2027 nicht nur ihren dritten Erfolg, sondern sichern sich bereits frühzeitig ihr Ticket für die zweite Runde.
Isi Etute und die FLBB-Damen mussten bis zum Schluss um den Sieg kämpfen Foto: Editpress/Gerry Schmit
Die Voraussetzungen waren klar: Da Israel schon am Mittwochnachmittag mit 94:71 gegen Bosnien-Herzegowina gewonnen hatte, würde den FLBB-Damen ein Sieg reichen, um sich als sicherer Gruppenzweiter bereits für die nächste Runde zu qualifizieren.
Dementsprechend starteten die Luxemburgerinnen auch in ihre Partie am Abend gegen Irland. Von der ersten Sekunde an ging das Team um Magaly Meynadier ein hohes Tempo und die Kapitänin selbst eröffnete auch den Punktereigen. Isi Etute zeigte, wie bereits im ersten Zeitfenster, dass ihren schnellen Antritten kaum jemand folgen kann. Und auch im Rebound behielten die Gastgeberinnen dank der Spielerin, die derzeit an der renommierten IMG Academy in den USA trainiert, deutlich die Oberhand. Bereits nach sechs Minuten führte Luxemburg mit 20:7. Bis zu diesem Zeitpunkt drehte der Ball hervorragend in den Reihen der FLBB-Damen.
Doch Irland steckte längst nicht auf. Durch die vielen Wechsel schien bei den FLBB-Damen der Rhythmus kurz weg zu sein und dank einer aggressiveren Verteidigung meldete sich der Gegner durch einen 8:0-Lauf zurück (22:13, 8‘). Mit einer Führung von gerade noch fünf Punkten ging es schließlich in die erste Viertelpause (22:17). Doch Anne Simon und Co. reagierten direkt. Mit einer Dreierserie von Mangen, Simon und Nürenberg, die binnen gerade einmal einer Minute gleich dreimal aus der Distanz verwandelten, zog Luxemburg erstmals auf 16 Punkte davon (13‘). Simon und Eute vergrößerten den Vorsprung noch auf 20 Punkte (40:20, 15‘). Doch war das Spiel noch längst nicht gelaufen.
Kein Selbstläufer
In den letzten fünf Minuten dieser ersten Halbzeit leisteten sich die FLBB-Damen zu viele Fehler. Aus zwei Turnovern wurden plötzlich acht. Irland agierte immer aggressiver in seiner Defensive und der Weg unter den Korb war für die FLBB-Damen nicht mehr so einfach. So kämpfte sich der Tabellendritte bis auf zehn Zähler zurück (43:33, 19‘) und kam im dritten Viertel noch einmal auf acht heran (45:37, 21‘).
Irland schaffte es immer häufiger, einfache Treffer unter dem Korb zu erzielen, und Luxemburg musste kämpfen, damit der Vorsprung nicht noch weiter schrumpfte. In den wichtigen Momenten war es dann jedoch Anne Simon, die durch ihre Dreier ihrem Team wieder Luft verschaffte. Es war nun die erfahrene Skrijelj, die nach drei Zeitfenstern ihre Rückkehr feierte, die Ruhe ins Spiel brachte. Doch ein Selbstläufer war die Partie längst nicht mehr. Mit einem Vorsprung von immer noch zwölf Punkten ging es in den letzten Durchgang (68:56).
Doch Irland startete direkt mit einem weiteren Dreier in die letzten zehn Minuten (68:59). Isi Etute reagierte mit einem weiteren wichtigen Distanzwurf der Luxemburgerinnen (71:59). Es wurde weiter hart unter den Brettern gekämpft, oft nicht mit dem glücklicheren Ende der Luxemburgerinnen. Als Madjo jedoch binnen kürzester Zeit zweimal unter dem Korb verwandelte, lagen die FLBB-Damen wieder mit 14 Zählern in Führung (77:63).
Die Gäste kämpften weiter, trafen weiter ihre Dreier, doch langsam ging ihnen die Energie aus. So kam in den letzten drei Minuten keine Gefahr mehr auf und die FLBB-Damen sicherten sich mit ihrem 85:73-Erfolg bereits im ersten Spiel dieses Zeitfensters ihr Ticket für die nächste Runde. Am Ende waren Isi Eute mit 27 Punkten und Anne Simon mit 26 Zählern die besten Scorerinnen ihrer Mannschaft. Zudem sicherten sich die Gastgeberinnen den Rebound souverän mit 53:32.
Weiter geht es am Samstag mit dem zweiten Heimspiel gegen den noch ungeschlagenen Tabellenführer Israel, zu dem keine Zuschauer zugelassen sind.