Fußball
Fola im Pech und Rodange im Glück
Im Viertelfinale der Coupe de Luxembourg konnte sich Rodange aus der BGL Ligue gegen den Vertreter aus der Ehrenpromotion Fola Esch mit 1:0 durchsetzen. Das Ergebnis gibt aber nicht den Spielverlauf wieder. Die besseren Torchancen hatte eindeutig die „Doyenne“.
Tarek Nouidra und Fola ließen nichts unversucht, doch es reichte nicht Foto: Editpress/Luis Mangorrinha
In Abwesenheit von Fola-Coach Arnaud Bordi, der aus familiären Gründen passen musste, übernahm Co-Trainer Jessy Sulprizio die Verantwortung an der Seitenlinie.
Nach dem üblichen zehnminütigen Abtasten war es Fola-Stürmer Caron, der im Strafraum frei angespielt werden konnte. Sein strammer Schuss aus knapp 15 Metern sprang vom Außenpfosten zurück ins Feld. Mit dieser ersten nennenswerten Gelegenheit nahm die Begegnung Fahrt auf. Bei den Gästen war es ein Freistoß von Monteiro, der sein Ziel nur knapp verfehlte. Den schönsten Spielzug bekamen die Zuschauer in der 19. Minute zu sehen, als Außenverteidiger Momo Njombe auf der rechten Seite in die Tiefe geschickt wurde. Seine präzis geschlagene Flanke konnte Bourgeois in der Mitte nicht verwerten.
Zwei Minuten später war es Montantin, der allein vor Adrovic auftauchte, den Ball aber nicht im Tor unterbringen konnte. Der nächste Angriff des FC Rodange brachte die Führung. Der Fola-Mittelfeldakteur Nouidra bekam den Ball vor dem eigenen Tor nicht geklärt. Der Rodanger Angreifer Muzhaqi bedankte sich mit einem platzierten Schuss, es war die 1:0-Führung. Bis kurz vor dem Pausenpfiff verflachte das Pokalspiel, bis El Hamer mit einem strammen Schuss für den zweiten Pfostentreffer der Hausherren sorgte.
Der zweite Spielabschnitt begann mit einem Kabinettstückchen von Caron, das leider nicht belohnt wurde: Annahme mit der Brust, Drehung, Volleyschuss, doch am Ende flog der Schuss knapp neben das Tor. Fola hatte nach wie vor mehr vom Spiel und auch die besseren Torabschlüsse. Einzig und allein die Präzision und das nötige Quäntchen Glück fehlten der „Doyenne“ bei der finalen Aktion.
Nach einer Stunde Spielzeit hatten die Hausherren die beste Gelegenheit zum Ausgleich. Eine Flanke von Momo Njombe konnte Apolinario abwehren. Beim Nachschuss von Bourgeois rutsche der Fola-Spieler unglücklich aus, sodass er keine Kraft hinter dem Ball bekam.
Mit Torres brachte Rodange-Trainer Kuduzovic für Angreifer Muzhaqi. Ein Schuss vom eingewechselten Fola-Stürmer Antunes nach einem gelungenen Anspiel von Drif ging knapp am Rodanger Gehäuse vorbei. Einen Klassenunterschied zwischen beiden Mannschaften konnten die Zuschauer auf dem Galgenberg nicht erkennen. Keine 10 Sekunden auf dem Platz, köpfte Fola-Abwehrspieler Funck nach einer Ecke zu zentral auf den Torhüter. Fola warf in der Schlussphase alles nach vorne, ein Tor sollte die Mannschaft aus der Ehrenpromotion aber nicht mehr erzielen.
Statistik
Fola Esch: Adrovic - Momo Njombe (89. Funck), Klein, Garos, Sidi Mammar (55. Hennetier) - Cunha (71. Stumpf), Nouidra, Bourgeois - Drif, Caron, El Hamer (71. Antunes)
Rodange: Apolinario - Taveira (78. Caradonna), Skenderovic, Mortas, Peprah - Civovic (46. Amiri), Lima, Monteiro, Montantin - Schur (46. Messuwe), Muzhaqi (16. Torres)
Schiedsrichter: Mateus - Oliveira, Bras
Gelbe Karten: Momo Njombe, Bourgeois - Apolinario, Messuwe, Sabanovic (Ersatztorwart)
Tor: 0:1 Muzhaqi (22.)
Beste Spieler: Nouidra, Bourgeois - Lima, Montantin
Zuschauer: 180 zahlende
Stimmen
Julien Klein (Kapitän Fola Esch): „Wir hatten eindeutig die besseren Torchancen. Wir haben gut gespielt. Es hat uns beim Abschluss am nötigen Glück gefehlt, wir haben zwei Pfostenschüsse und in einigen Situationen das Tor knapp verpasst. Sie erzielen das einzige Tor des Tages, weil es uns nicht gelingt, den Ball aus der Gefahrenzone zu schießen. So ist Fußball. Es stehen schwierige Wochen in der Meisterschaft vor uns. Auf unserer Leistung lässt sich für den Schlussspurt in der Liga aufbauen.“
Brandon Lima (FC Rodange 91): „Wir haben diese Begegnung mit der nötigen Konzentration und dem nötigen Respekt vor dem Gegner vorbereitet. Wir haben Fola nicht unterschätzt. Es war das erwartet schwere Spiel. Die Hauptsache ist, dass wir dieses Spiel gewonnen haben und im Pokalhalbfinale stehen. Es ist nicht immer die bessere Mannschaft, die das Fußballspiel gewinnt. Jetzt geht es darum, in der Meisterschaft weiter konzentriert zu bleiben und unsere Arbeit zu erledigen.“