Basketball

Etzella geht als Tabellenleader in die Play-offs

In Fels kam es am Samstag zum „Showdown“ im Kampf um den ersten Tabellenplatz. Mit einem Sieg in Düdelingen hätten die Bartringer, die vor dem letzten Spieltag Tabellenerster waren, ihre Leader-Position verteidigen können. Doch nach der 69:77-Niederlage der Sparta entschied der Sieg der Etzella im Remake des Pokalfinals, dass der amtierende Meister als Spitzenreiter in die Play-offs startet.

Adrian Delph erzielt 36 Punkte in Basketballspiel, dynamische Aktion auf dem Spielfeld, sportliche Leistung sichtbar

Adrian Delph erzielte 36 Punkte Foto: Editpress/Gerry Schmit

Das Team von Gavin Love hat sich mit dem Sieg gegen Fels das Heimrecht bis zum Ende der Play-offs gesichert: „Die erste Partie in eigener Halle spielen zu können, ist enorm wichtig. Der Sieg war zudem gut für das Selbstvertrauen. Momentan spielen wir guten Basketball, aber wir wollen noch besser spielen und vor allem die Energie mit ins Play-off nehmen. Wir lassen den Ball gut drehen und spielen Team-Basketball“, so Philippe Gutenkauf, der zugibt, dass die Etzella diese Saison etwas Zeit brauchte, um sich zu finden, es momentan jedoch optimal läuft. Der Gegner im Viertelfinale heißt Kordall, gegen den die Etzella Ende Januar eine Niederlage einstecken musste. „Wir bereiten uns auf den Gegner vor, aber wir müssen uns vor allem auf uns konzentrieren. Die Niederlage hat man im Hinterkopf, doch im Play-off werden die Zähler auf null gesetzt.“

Das Nord-Derby gab einen Vorgeschmack auf die Play-offs: viele Zuschauer, ein intensiver Fight und eine hervorragende Stimmung auf den Tribünen. Auf dem Spielfeld dominierte die Etzella, die besonders im Auftaktviertel eine hohe Trefferquote aufzuweisen hatte. „Wir haben einfach gut getroffen, allen voran A.D. (Adrian Delph), der ein super Spiel abgeliefert hat – sowohl offensiv als auch defensiv“, meint P. Gutenkauf.

Die Gäste waren die tonangebende Mannschaft (56:71 nach 28‘), doch die Arantia zeigte Kampfgeist: Die Lokalen kamen bis auf sieben Zähler heran (82:89 nach 37‘). McDaniel und ein omnipräsenter Delph erhöhten die Führung wieder auf zwölf Einheiten (82:94 94‘‘ vor Schluss). Fels reagierte zwar mit einem Dreier, doch Delph und McDaniel ließen nichts mehr anbrennen.

„Nicht das Ende der Welt“

Vic Heuschling zufolge fehlte es an der nötigen Treffsicherheit und Cleverness „Auch im defensiven Bereich reichte es nicht: wir kassierten 100 Punkte. Und wenn die Etzella 100 Punkte trifft, kann man nicht als Sieger vom Parkett gehen. Wir hatten beide Profis der Etzella nicht im Griff, vor allem Delph“, erklärt Heuschling, der unterstreicht, dass man jetzt weiß, woran man noch arbeiten muss.

Der Felser bedauert, dass man die Gelegenheit, als Erster in die Play-offs zu starten, nicht nutzen konnte. „Aber es ist nicht das Ende der Welt. Wenn man Meister werden will, muss man auch ein Auswärtsspiel gewinnen. Auf uns wartet eventuell der – unter Anführungszeichen – schwierigere Weg, aber im Play-off gibt es keinen angenehmen Gegner mehr.“

Der Gegner im Viertelfinale heißt Düdelingen. „Der T71 ist besser, als es der sechste Tabellenplatz aussagt“, so Heuschling, der jedoch darauf hinweist, dass Fels in der laufenden Saison zweimal gegen den T71 gewann. „Wir wissen, was wir können. Wir müssen zeigen, dass das Gezeigte aus der regulären Saison sowie der Pokalgewinn kein Zufall waren.“

Statistik

„T“-Bestnote: Adrian Delph (Etzella Ettelbrück)

Viertel: 25:32, 17:20, 19:24, 27:24

Ettelbrück: Delph 36, McDaniel 16, Davis 15, Henkel 12, P. Gutenkauf 11, Zenners 6, F. Gutenkauf 4

Fels: Carter 30, Godwin 27, Levickas 14, De Sousa Silva 14, Heuschling 3, Sturdivant 2, Wilson 0, Tibold 0

Schiedsrichter: Dotsenko/Richartz/Monkunas

Zuschauer: 467 zahlende

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