Handball-Pokal
Esch schaltet den Titelverteidiger aus und glaubt an den großen Coup
Der HB Esch hat im Halbfinale des Handball-Pokals mit einem starken Auftritt den Titelverteidiger ausgeschaltet. Mit 33:27 besiegte die Mannschaft von Trainer Rajko Milosevic am Donnerstagabend den HC Berchem und trifft nun am Samstag (20.15 Uhr) im Endspiel auf den HBD.
Afonso Clemente und Esch haben überraschend deutlich gewonnen Foto: Editpress/Fernand Konnen
Die Escher Handballer dürfen weiter an den großen Pokalcoup glauben. Im Halbfinale tankten sie am Donnerstagabend mit einem überraschend deutlichen Sieg gegen Berchem noch einmal richtig Selbstvertrauen. „Wir sind über das Kollektiv gekommen, wenn wir das wieder tun und jeder 100 Prozent auf den Platz bringt, können wir auch Düdelingen schlagen“, sagte Luca Tomassini mit Blick auf das Finale. „Wir haben gezeigt, dass man uns nie abschreiben darf. Wir stehen zu Recht im Finale und ich denke, es hätte heute sogar noch deutlicher enden können. Unsere Konzentration hat am Ende ein bisschen nachgelassen.“ Der HBD ist demnach gewarnt.
Im Halbfinale begannen Esch und Berchem zunächst auf Augenhöhe. Esch ging in Führung, doch Berchem fand jeweils die passende Antwort – zumindest bis zum 4:4 in der 11. Minute. Dann gelang den Eschern ein erstes Break zu einer Drei-Tore-Führung (8:5 in der 16. Minute). Als Kirsch den Vorsprung in der 24. Minute zwischenzeitlich auf vier Treffer ausbaute (12:8), reagierte HCB-Trainer Marko Stupar mit einer Auszeit. Seine Mannschaft tat sich vor allem im Angriff schwer gegen die kompakte Escher Defensive. Zudem fehlte im Abschluss die Präzision – mehrfach verhinderten Aluminiumtreffer oder der stark aufgelegte Torhüter Figueira einen besseren Ertrag. Bis zur Pause konnten die Roeserbanner ihren Rückstand aber noch mal auf 12:14 verkürzen.
Figueira starker Rückhalt
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich Esch erneut konsequenter und übernahm schnell wieder die Kontrolle. Vor allem Kirsch, Aranda und Clemente stellten die Berchemer Defensive vor große Probleme und bauten den Vorsprung wieder auf vier Tore aus (17:13). Zwar kam Berchem noch einmal kurzzeitig heran, doch eine Viertelstunde vor Schluss kippte die Partie endgültig. Figueira avancierte in dieser Phase zum unüberwindbaren Rückhalt, während Werdel (3), Aranda, Krier und Tomassini mit einem 6:0-Lauf auf 25:17 erhöhten und damit für eine kleine Vorentscheidung sorgten.
Stupar reagierte noch mal mit einem Time-out, doch Berchem machte zu keinem Zeitpunkt den Eindruck, als könnte man noch etwas ausrichten. Am Ende stand ein in dieser Deutlichkeit nicht zu erwartender Sieg und neben einer strahlenden Escher Mannschaft ein enttäuschender Berchemer Auftritt.
Statistik
Berchem: K. Meyers (1-45‘, 8 Paraden), S. Meyers (45-60‘, 3 P., 1 Tor) - Guden 11/4, Stein, Mitev, Majerus 3, C. Brittner 3, Mousel 1, Pereira 1, Ervacanin 1, Scheid 1, B. Brittner, Wener, Biel 1, Hoffmann 4, Vrgoc
Esch: Figueira (1-57‘, 15 P., davon 1 7m), Menster (57-60‘, 1 P.), Journet - Kirsch 5, Krier 1, Agovic 3/3, Muric, Fancelli 2, Gross, Edgar, Clemente 5, Tomassini 3, Barkow 4, Werdel 4, Aranda 6, Vitali
Schiedsrichter: Bierchen/Lentz
Zeitstrafen: Berchem 4 - Esch 4
Siebenmeter: Berchem 3/4 - Esch 3/3
Zwischenstände: 5‘ 1:2, 10‘ 3:3, 15‘ 5:7, 20‘ 7:10, 25‘ 9:12, 30‘ 12:14, 35‘ 14:18, 40‘ 17:20, 45‘ 17:25, 50‘ 19:27, 55‘ 23:32
Zuschauer: 1.226 (zahlende)