WM-Qualifikation
Ein Laptop und zwei Pfosten: Esteban Delaporte über die Rolle des Torwarttrainers
In seiner Jugend war Esteban Delaporte ein Hoffnungsträger der FLF-Fußballschule. Heute steht der frühere Torwart an der Seitenlinie der Damenauswahl. Wie er dort landete und warum er inzwischen für die Standardsituationen im Trainerteam zuständig ist, erzählte er im Kabinentrakt des Hampden Park.
Esteban Delaporte fordert in seinen Videoanalysen eine aktive Rolle der Torhüterinnen Foto: sportspress.lu/Roland Miny
Die Zahlen sind bitter. In ihren beiden Spielen im FLF-Tor kassierte Lucie Schlimé zum Auftakt der WM-Qualifikation der Liga B innerhalb von 180 Minuten zwölf Gegentore. Wie geht man in dieser Situation mit der Nationalspielerin um? Esteban Delaporte, Torwarttrainer des Verbandes, bevorzugt es, in solchen Momenten erst einmal eine Reflexionszeit vergehen zu lassen. Denn wie schrecklich es sich anfühlen kann, etliche Bälle aus dem Netz zu fischen, weiß er aus eigener Erfahrung. „Im Eifer des Gefechts sind direkt nach Schlusspfiff noch viele Emotionen im Spiel.“
Das war in seiner Jugend bestimmt nicht viel anders. „Ich war kein schlechter Torhüter, denke ich“, meinte der frühere Schüler aus der FLF-Talentschmiede mit einem Lachen. Körpergröße und Nervosität waren zwei Punkte, die er zu seinen Schwächen zählte. Hesperingen, Strassen und Grevenmacher gehörten zu seinen Stationen im Seniorenbereich. Die Schuhe hat er 2024 in Mensdorf berufsbedingt „relativ früh“ an den Nagel gehängt, doch die Begeisterung für das runde Leder brach nicht ab.