Handball

Déjà-vu: Wieder treffen der HBD und Käerjeng im Finale aufeinander

Mit einem 26:24-Sieg im Entscheidungsspiel der Halbfinalserie haben sich die Handballerinnen des HBD am Samstag gegen die Red-Boys-Damen das Finalticket in der AXA League gesichert – und treffen im Kampf um den Meistertitel nun erneut auf Käerjeng.

Lara Steffen schießt entscheidende Tore in der Schlussphase eines spannenden Fußballspiels

Lara Steffen erzielte in der Schlussphase wichtige Tore Foto: Editpress/Fernand Konnen

Die Damen-Meisterschaft 2025/26 war so spannend wie noch nie. Am Ende jedoch machen erneut die beiden dominierenden Teams der vergangenen Jahre den Titel unter sich aus. Düdelingen folgte am Samstag den Handballerinnen des HB Käerjeng ins Finale. Für die Red-Boys-Damen, die das erste Halbfinalspiel der Best-of-three-Serie noch deutlich mit 36:18 gewonnen hatten, ist der Traum vom ersten Meistertitel derweil geplatzt.

„In der Düdelinger Mannschaft sind viele Spielerinnen, die bereits um zahlreiche Titel gekämpft haben. Sie wissen genau, worauf es ankommt - insbesondere darauf, im richtigen Moment die nötige Härte zu zeigen. Sie waren bereit, sich für die Mannschaft zu opfern, bei uns hat mir das ein bisschen gefehlt“, so Red-Boys-Trainer Michel Scheuren nach dem Entscheidungsspiel. „Ich will damit nicht sagen, dass wir nicht gekämpft haben. Aber es muss noch ein bisschen mehr gehen. Wir müssen aus der Erfahrung weiter lernen.“

Dabei hatten die Red Boys das Entscheidungsspiel gut begonnen. Sie legten zu Beginn ein hohes Tempo an den Tag und führten nach einer Viertelstunde mit 11:7. Doch dann kam der HBD immer besser rein, stabilisierte sich in der Abwehr und machte es den Differdingerinnen schwer, Lösungen zu finden. In der 22. Minute gelang der Ausgleich zum 11:11. Die Partie blieb fortan bis in die Schlussphase spannend. Die zweite Hälfte war zerfahren und geprägt von vielen Fehlern. Beim Stand von 20:19 gingen die Red Boys in der 47. Minute ein letztes Mal in Führung, dann war es Lara Steffen, die nach einem bis dahin unauffälligen Spiel, aufdrehte und die wichtigen Tore für den HBD erzielte. Mit fünf Treffern in den letzten 13 Minuten brachte sie ihre Mannschaft auf Finalkurs.

„Wir sind sehr stolz auf uns, wir haben zusammengehalten und uns belohnt“, so Steffen nach dem Spiel. „Nach der klaren Niederlage im ersten Spiel der Serie, mussten wir uns zusammenreißen, um das Finale zu erreichen. Wir haben uns zusammengesetzt, die Analyse gemacht, im Training alles gegeben und es jetzt geschafft. Heute hatte ich am Anfang Probleme gegen ihre Torhüterin, am Ende hat mir das Team und der Trainer aber das Vertrauen geschenkt und ich habe alles gegeben.“

Bereits am Freitag treffen beide Teams im Halbfinale des Pokals erneut aufeinander.

Statistik

HBD: Hoe (1-60‘, 13 Paraden), Fangueiro (bei 2 7m, 2 P., davon 1 7m), Sequeira - K. Wirtz, Ciufoli 3, Dickes 6/4, Jominet, Willems 3, Steffen 5, Gomes, Dautaj, Gambini 4, Krier, J. Wirtz 4, Borrelli, Caruso 1

Red Boys: Servant (1-60‘, 19 P., davon 2 7m), A. Cilovic (bei 2 7m) - Petit de Sousa, Kupke 9/2, Sinani 4, R. Cilovic 4, Oliveira, Cakaj, Avallone, Teko, Li. Melchior 1, Scheuren 1/1, Skenderovic 3, Goncalves, La. Melchior 2

Schiedsrichter: Dilber/Stock

Zeitstrafen: HBD 3 - Red Boys 5

Siebenmeter: HBD 4/6 - Red Boys 3/4

Zwischenstände: 5‘ 3:2, 10‘ 4:7, 15‘ 7:11, 20‘ 10:11, 25‘ 12:12, 30‘ 15:15, 35‘ 16:16, 40‘ 18:17, 45‘ 19:19, 50‘ 22:20, 55‘ 25:23

Zuschauer: 388 zahlende

Im Überblick

AXA League, Halbfinale (best of three):

Spiel 1:

Käerjeng - Museldall 25:20

HBD - Red Boys 18:36

Spiel 2:

Red Boys - HBD 20:21

Museldall - Käerjeng 18:30

Spiel 3:

HBD - Red Boys 26:24

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