Nach Entlassung
Dan Santos reagiert: „Ich bestreite die gegen mich erhobenen Vorwürfe“
Eine Woche nach seiner Entlassung reagiert Ex-Damennationaltrainer Dan Santos auf die schwerwiegenden Vorwürfe. Er bestreitet, falsch gehandelt zu haben.
Dan Santos war fast sechs Jahre lang Damennationaltrainer Foto: Editpress/Gerry Schmit
„Ich bestreite die gegen mich erhobenen Vorwürfe und bedaure, dass Anschuldigungen von solcher Schwere öffentlich gemacht wurden, ohne dass zuvor eine vollständige, ausgewogene und kontradiktorische Prüfung stattgefunden hat, die es mir ermöglicht hätte, mich vor einer Vertragsauflösung angemessen zu verteidigen“, sagt Dan Santos in einem Kommuniqué, das am Donnerstagabend an die Presse geschickt wurde.
Der ehemalige Damennationaltrainer hat seinen Fall zwei Anwälten anvertraut, die seine Rechte schützen sollen. „Ich wünsche mir, dass diese Situation mit der erforderlichen Ernsthaftigkeit, Verantwortung und dem gebotenen Respekt behandelt wird, unter Wahrung meiner Privatsphäre und meiner Würde“, steht weiter in dem Statement.
Santos war am 12. März mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden worden. Als Grund gab die FLF an, dass der Damennationaltrainer „unangemessene Nachrichten“ an einige Spielerinnen geschickt habe, die als „übergriffig“ bewertet wurden. Eine Handvoll Spielerinnen hatten sich an die FLF gewandt, um auf das Problem aufmerksam zu machen. Sie und einige ihrer Teamkolleginnen legten Screenshots von Textnachrichten als Beweise vor. Die FLF reagierte umgehend und entließ Santos.
Ein Nachfolger für den 44-Jährigen ist noch nicht gefunden. In einem Monat, am 14. und 18. April, wird die Damen-Nationalmannschaft in Budapest ihre beiden WM-Qualifikationsspiele gegen Israel bestreiten.