Tageblatt Flèche du Sud
Däne Sander Hansen gewinnt Chaos-Etappe, Van Kerckhove vor Gesamtsieg
Der Däne Marcus Sander Hansen (Bornholm) hat eine chaotische 4. Etappe der Tageblatt-Flèche du Sud gewonnen. Der 25-Jährige gewann den Sprint am Samstag in Steinfort, während alle Visma-Lease a Bike-Profis auf dem letzten Kilometer falsch abbogen. Trotz des Fehlers der Niederländer entschied sich die Jury dafür, alle Visma-Radsportler in der gleichen Zeit wie der Etappensieger zu werten.
Marcus Sander Hansen jubelte in Steinfort Foto: Editpress/Luis Mangorrinha
Es herrschte große Aufregung am Samstagnachmittag rund um die Ziellinie von Steinfort. Zwar jubelte der Däne Marcus Sander Hansen (Bornholm), doch sicher, dass er die Etappe wirklich gewann und was überhaupt passiert ist, war kurz nach Zieleinfahrt niemand. Der sportliche Leiter von Visma, Gaetan Pons, war in regen Diskussionen mit anderen Beteiligten. Der Grund: die Profis von Visma-Lease a Bike bogen genau wie einige andere Radsportler auf dem letzten Kilometer falsch ab, während der Rest der Spitzengruppe Richtung Ziellinie fuhr.
So kam es, dass etwa 15 Fahrer in Steinfort den Sieg unter sich aus machten – ohne Visma-Profis und so eben auch ohne den Gesamtführenden Matisse van Kerckhove. Großer Nutznießer hätte Mats Wenzel werden können: weil der Luxemburger als Fünfter und in der gleichen Zeit wie der Sieger ins Ziel fuhr, rückt er in der provisorischen Gesamtwertung auch auf Platz Eins vor.