Enovos League Damen

Contern lässt Doubleträume der Sparta platzen

Im entscheidenden dritten Spiel macht der AB Contern die Überraschung perfekt und folgt Düdelingen nach dem erneuten Sieg in Bartringen ins Meisterschaftsfinale. Für die Sparta, die zu spät reagierte, endet damit eine Saison, die immerhin mit dem Pokalsieg versüßt wurde.

Esmeralda Skrijelj und Team Contern jubeln über überraschenden Sieg bei Handballspiel

Freude bei Esmeralda Skrijelj und Contern über den Überraschungscoup Foto: Editpress/Gerry Schmit

„Unser Ziel war es, in die Top vier zu kommen, und dann werden die Karten neu gemischt. Wir hatten Schwierigkeiten wegen all der Ausfälle, aber wir haben das Beste daraus gemacht. Jeder hat seine Rolle gefunden, und die Stimmung im Team hat den Unterschied ausgemacht. Wir haben an uns geglaubt“, erklärte die euphorische Esmeralda Skrijelj den Weg zum Überraschungscoup vom AB Contern. Zudem seien die Körpersprache und die Einstellung ganz anders als in der Vorwoche bei der Niederlage im zweiten Spiel in eigener Halle gewesen. Damit bietet sich nun auch die Möglichkeit, der mittlerweile 44-jährigen früheren Nationalspielerin Ani Petrova einen gebührenden Abschluss zu ermöglichen. „Wir wollten auf keinen Fall hier die Karriere von Ani abschließen“, fügte die ABC-Kapitänin lächelnd hinzu.

Wie auch bei der Heimniederlage zwei Wochen zuvor verschlief die Sparta die erste Halbzeit. Schon nach dem Auftaktviertel mussten die Gastgeberinnen einem Rückstand hinterherlaufen (12:18), da Claire Lavandier mit neun Punkten klug von den Freiräumen profitierte, da sich die Sparta-Verteidigung eher auf die typischen Scorer konzentrierte. Auch im zweiten Abschnitt fand der ABC trotz einer physischen Unterlegenheit das richtige Konzept und mit dem achten verwandelten Dreier bauten die Gäste die Führung auf 15 Zähler aus (23:38). Bei der Sparta stachen zur Pause besonders zwei Zahlen hervor: Aus der Distanz fand keiner der zwölf Versuche sein Ziel, während die beiden Profispielerinnen auf zusammen gerade einmal neun Punkte kamen.

Sparta reagiert zu spät

Die Reaktion, vor allem von Jordan King (l.), kam bei der Sparta zu spät

Die Reaktion, vor allem von Jordan King (l.), kam bei der Sparta zu spät Foto: Editpress/Gerry Schmit

Im Überblick

Play-off-Halbfinale („best of three“):
1. Spiel:
Düdelingen - Esch 79:72
Bartringen - Contern 75:82
2. Spiel:
Contern - Bartringen 61:74
Esch - Düdelingen 61:86
3. Spiel, am Samstag
Bartringen - Contern 64:70
So geht es weiter:
Play-off-Finale („best of five“):
1. Spiel, Samstag, 2. Mai:
Düdelingen - Contern

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich nichts am Spielgeschehen. Jede der etlichen gelungenen Aktionen wurde bei den Gästen gefeiert, während Bartringen eher ängstlich und ohne Glauben an eine Wende agierte, sodass der Vorsprung des ABC weiter anwuchs (30:55, 26‘). Dann drehte Jordan King, die 31 ihrer 35 Zähler in Halbzeit zwei erzielte, doch noch mächtig auf. Mit 14 aufeinanderfolgenden Punkten zu Beginn des Schlussviertels, als Contern fast fünf Minuten ohne Korberfolg blieb, brachte die US-Amerikanerin das Heimteam noch einmal heran (52:59, 35‘). Mit einem hohen Pressing bereitete die Sparta dem Gegner viele Probleme, und zur Schlussminute schmolz der Rückstand auf fünf Zähler (61:66), jedoch sollte es nicht zu mehr reichen.

Eine schwere Hypothek für die Sparta war auch die Verletzung ihrer US-Amerikanerin Adryana Quezada. Die Schlüsselspielerin wurde kurzfristig durch Saquita Joyner ersetzt, die zwar während zwei Wochen mittrainiert hatte, aber nicht mit einem Einsatz gerechnet hatte. „Dies hat dazu beigetragen, dass der Offensivfluss in der ersten Halbzeit nicht präsent war. Wir haben das Spiel letztendlich in der Offensive verloren“, erklärte Mike Feyder, der auch die schwache Wurfquote bemängelte. „Das war das erste Mal, dass mein Team mental nicht der Situation gewachsen war“, so der Sparta-Coach, laut dem die Reaktion zu spät kam, sodass die Niederlage auch verdient gewesen sei.

Ani Petrova wird noch mindestens drei weitere Spiele bis zur Basketball-Rente haben

Ani Petrova wird noch mindestens drei weitere Spiele bis zur Basketball-Rente haben Foto: Editpress/Gerry Schmit

Statistik

„T“-Bestnote: Claire Lavandier (AB Contern)
Viertel: 12:18, 11:20, 15:21, 26:11
Bartringen: King 35, Torresani 11, Yoerger 8, Joyner 5, Wolff 5, Mersch 0, Wolf 0
Contern: Kulesza 21, Lavandier 12, Walsh 11, Bourg 10, Petrova 10, Skrijelj 6
Schiedsrichter: Malané/Donckel/Pesche
Zuschauer: 300 zahlende

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