Tischtennis

Chinesische Dominanz und ein FLTT-Triumph beim WTT Youth Contender

Nach dem letzten Ballwechsel der dritten Auflage des WTT Contender Luxemburg gab es bei den FLTT-Verantworlichen nur zufriedene Gesichter. Die viertägige Veranstaltung hatte sowohl aus sportlicher wie aus organisatorischer Sicht nichts zu wünschen übrig gelassen – und sogar einen luxemburgischen Sieg parat.

Noah Valente zeigt beeindruckendes Talent und gewinnt in der U13 Altersklasse einen wichtigen Wettbewerb

Ein großes Talent: Noah Valente konnte sich in der Altersklasse der U13 durchsetzen Foto: Editpress/Fernand Konnen

Neben zahlreichen Erfolgen der chinesischen Ballkünstler hat es mit Noah Valente ein luxemburgisches Talent aufs oberste Treppchen geschafft. Der Nachwuchsspieler des DT Linger, der sich in der Vorwoche bereits beim internationalen Turnier im österreichischen Linz, in der Altersklasse der U13, durchgesetzt hatte, gab bis ins Finale lediglich einen Satz ab. Und im Endspiel hatte der 12-Jährige ebenfalls keine Probleme, um den Franzosen Sacha Douaran mit 3:0 (6, 7, 7) zu besiegen. Ein weiteres Top-Resultat gelang Noah Wolter, der sich bei den Jüngsten (U11) für das Halbfinale qualifizierte, wo er sich Quadri Aruna Junior, dem Sohn des nigerianischen Tischtennis-Stars, denkbar knapp mit 2:3 (9, -16, -5, 7, -10) geschlagen geben musste.

Noah Valente überzeugt

Noah Wolter im Halbfinale der jüngsten Altersklasse bei einem Wettkampf erfolgreich

Noah Wolter schaffte in der jüngsten Altersklasse den Sprung ins Halbfinale Foto: Editpress/Fernand Konnen

„Die Ergebnisse von Valente und Wolter sind natürlich hervorzuheben. Durch die Bank waren die Resultate unserer Spielerinnen und Spieler exzellent“, so Verbandspräsident Charles Muller, der auch das Niveau des Teilnehmerfeldes unterstrich: „Insgesamt waren 160 Spieler und 60 Trainer aus 26 Nationen am Start, was ganz in Ordnung ist. Es hätten noch mehr sein können, doch unglücklicherweise konnten einige Nationen aus Termingründen nicht dabei sein. Was uns mehr interessiert als die Quantität ist aber die Qualität der Konkurrenzen, und die war sehr hoch. Dabei musste sich nicht nur die FLTT-Selektion eingestehen, dass die Chinesinnen und Chinesen einfach in einer anderen Liga spielen.“

In den Alterskategorien U15, U17 und U19 räumten die chinesischen Ballkünstler sämtliche Goldmedaillen ab, sowohl im Einzel als auch im Doppel. Aus FLTT-Sicht schaffte es Luca Elsen bei den U19-Jungen bis ins Viertelfinale. Foos Ferber und Pit Scholtes erreichten das Achtelfinale, ebenso wie Enisa Sadikovic bei den U19-Mädchen. Im Mixed-Doppel, zusammen mit Aaron Sahr, hatte die Vizemeisterin sogar Bronze geholt.

Die Präsenz der chinesischen Delegation beim WTT-Turnier in Luxemburg kommt nicht zufällig. „Wir haben exzellente Beziehungen mit unseren chinesischen Kollegen. In der vergangenen Woche fand ein Lehrgang im ‚China Table Tennis College Europe‘ statt. Auch die Kombination mit dem anschließenden WTT Youth Contender in Metz ist ein Gewinn für uns. Die Teilnahme der großen chinesischen Auswahl wertet die Qualität des Turniers natürlich auf“, erklärt der FLTT-Vorsitzende.

Hohe Qualität

Enisa Sadikovic und Aaron Sahr gewinnen Bronze im Mixed-Doppel Tennisturnier

Bronze holten Enisa Sadikovic und Aaron Sahr im Mixed-Doppel Foto: Editpress: Fernand Konnen

Vor den letzten Entscheidungen wurde den Zuschauern, darunter viele „Expats“ aus China, ein kurzer Film mit spektakulären Ballwechseln von Ni Xia Lian gezeigt. Im Anschluss daran wünschte die gebürtige Chinesin, die seit 1991 für das Team Luxemburg aufschlägt, den Finalisten viel Glück. Im U19-Finale, vor den Augen des chinesischen Botschafters, konnte sich der erst 15-jährige Liu Zihang souverän gegen den drei Jahre älteren Nathan Lam aus Frankreich durchsetzen. Dabei erinnerte der Penholder-Spieler, mit seinem unorthodoxen Material-Spiel, stark an Ni Xia Lian. Bei den Mädchen ging der Sieg an Xu Huiyao.

„Jean-Marie Noël, der die Funktion des Turnierdirektors von Camille Gonderinger übernommen hat, hat seine Feuerprobe gemeistert. Ein besonderer Dank geht an unsere 80 freiwilligen Helfer, die für einen reibungslosen Verlauf des Turniers gesorgt haben. Es ist immer wieder schön, zu sehen, wie die Tischtennis-Familie zu solchen Events zusammenkommt“, so die abschließenden Worte von Charles Muller, der sich schon auf die vierte Auflage des Turniers freut.

0 Kommentare
Das könnte Sie auch interessieren

US Heffingen

Charel Oly hat den direkten Wiederaufstieg fest im Blick