Radsport

Bereit für Pogacar-Duell: Evenepoel gewinnt Amstel Gold Race

Remco Evenepoel hat am Sonntag nach spannendem Zweier-Sprint das Amstel Gold Race gewonnen und zeigt sich für das kommende Duell mit Tadej Pogacar in Liège in Topform.

Remco Evenepoel jubelt als Sieger beim Amstel Gold Race 2026

Remco Evenepoel triumphierte erstmals beim Amstel Gold Race Foto: AFP/Vincent Jannink

Doppel-Olympiasieger Remco Evenepoel hat einen perfekten Start in die Ardennen-Woche hingelegt und zum ersten Mal das Amstel Gold Race gewonnen. In Abwesenheit von Rad-Superstar Tadej Pogacar siegte der Belgier vom deutschen Red-Bull-Team nach 257,2 Kilometern von Maastricht nach Valkenburg im Sprint gegen Vorjahressieger Mattias Skjelmose (Lidl Trek) aus Dänemark. Dritter wurde der Franzose Benoît Cosnefroy (UAE Team Emirates). Die beiden Luxemburger spielten beim Rennausgang keine Rolle. Kevin Geniets (Groupama-FDJ) fuhr auf den 55. Platz mit 3:32 Minuten Rückstand, Bob Jungels (Ineos Grenadiers) wurde 127. auf 10:21 Minuten.

Beim Ritt über 33 giftige Anstiege war lange Zeit der Italiener Marco Frigo (NSN Cycling) an der Spitze gefahren - erst in einer Ausreißergruppe, dann alleine. 36 Kilometer vor dem Ziel wurde er von den Favoriten eingeholt und kurz darauf abgehängt. Überschattet wurde das Rennen von einigen Stürzen. Davon betroffen waren unter anderem der zweimalige Paris-Nice-Sieger Matteo Jorgenson (Visma - Lease a Bike) aus den USA und der Tour-Siebte Kevin Vauquelin (Ineos Grenadiers) aus Frankreich.

Die Entscheidung um den Sieg fiel erst im direkten Duell auf der Zielgeraden. Dieses Mal ließ sich Evenepoel aber nicht wie im Vorjahr von Skjelmose düpieren. Der Däne hatte 2025 überraschend im Zielsprint gegen den Zeitfahr-Weltmeister sowie Pogacar triumphiert.

„Der schönste Sieg dieser Saison“

„Der Sieg bedeutet mir sehr viel. Ich liebe das Rennen mit den vielen kleinen steilen Anstiegen. Mein Sprint war besser als im letzten Jahr. Ich bin sehr stolz und glücklich“, sagte Evenepoel und fügte hinzu: „Das ist der schönste Sieg in dieser Saison. Das Rennen steht knapp unter den Monumenten.“

Damit zeigte sich Evenepoel bestens gerüstet für das nächste Duell mit Pogacar am kommenden Sonntag beim Frühjahrsklassiker Liège-Bastogne-Liège. In den vergangenen fünf Jahren hatten die beiden Topstars das Rennen dominiert. Zweimal gewann Evenepoel (2022, 2023), dreimal Pogacar (2021, 2024, 2025). Zuvor wird Evenepoel wahrscheinlich noch bei der Flèche Wallonne starten, Pogacar verzichtet auf den Halbklassiker. (SID)

Im Überblick

60. Amstel Gold Race, von Maastricht nach Berg en Terblijt über 257,4 km: 1. Remco Evenepoel (Belgien/Red Bull-Bora-hansgrohe) 5:59:40 Stunden, 2. Mattias Skjelmose (Dänemark/Lidl-Trek) 0:01 Minuten zurück, 3. Benoît Cosnefroy (Frankreich/UAE Emirates-XRG) 1:59, 4. Romain Grégoire (Frankreich/Groupama-FDJ), 5. Emiel Verstrynge (Belgien/Alpecin-Premier Tech), 6. Mauro Schmid (Schweiz/Jayco AlUla) alle gleiche Zeit, ... 55. Kevin Geniets (Luxemburg/Groupama-FDJ) 3:32, ... 127. Bob Jungels (Luxemburg/Ineos Grenadiers) 10:21

Blasi feiert Überraschungssieg

Die Spanierin Paula Blasi (UAE Team ADQ) hat überraschend das Amstel Gold Race der Frauen gewonnen. Sie setzte sich am Sonntag nach einer Soloflucht, auf die die Favoritinnen keine Antwort fanden, durch. „Ich glaube, ich brauche ein paar Wochen oder sogar Monate, um das zu verarbeiten“, sagte Blasi nach ihrem Sieg. Mit 27 Sekunden Rückstand fuhr die Polin Kasia Niewiadoma (Canyon/Sram) auf Platz zwei, die Niederländerin Demi Vollering (FDJ United - Suez) wurde in der gleichen Zeit dritte.

0 Kommentare
Das könnte Sie auch interessieren

Radsport

Flèche Wallonne: Ist Seixas schon bereit für die Mur de Huy?