Olympia 1980

„Autonomie des Sports“ bestimmte schon einmal die Aktualität: Als das COSL Sport über Politik stellte 

Verhärtete Fronten zwischen Politik und Olympischem Komitee – eine Seltenheit, aber kein Novum. Einer der größten Eklats im Luxemburger Sport ereignete sich im Frühling 1980. Die Regierung forderte ein Olympia-Boykott, das COSL stemmte sich dagegen. Ein Rückblick auf eine Krise der „Autonomie des Sports“, die 45 Jahre später wieder zur Aktualität geworden ist.

„Autonomie des Sports“ bestimmte schon einmal die Aktualität: Als das COSL Sport über Politik stellte 

Foto: AFP/Charly Triballeau

Unter der Regierung von Premier Pierre Werner wurde der Olympia-Boykott von Moskau 1980 erst empfohlen, von der Abgeordnetenkammer später in einer Motion verlangt: Es sollte ein denkwürdiger Protest gegen den Einmarsch der Sowjettruppen in Afghanistan werden. Der Ausgang der größten nationalen sportpolitischen Krise ist bekannt: 42 Nationen aus dem Westen, aber vor allem aus der Dritten Welt sowie islamisch geprägte Länder nahmen nicht an Olympia teil, während André Braun (Bogenschießen), Lucien Faber (Leichtathletik) und Roland Jacoby (Sportschießen) nach Moskau reisten. Sportsoldat Roland Bombardella hatte auf die Teilnahme verzichtet.

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