Basketball
Aufsteiger Kordall erkämpft sich Entscheidungsspiel gegen Ettelbrück
Nach einem intensiven und spannenden Play-off-Duell gegen den amtierenden Meister Ettelbrück konnte Aufsteiger Kordall in eigener Halle jubeln. Nach einer deutlichen Niederlage im ersten Viertelfinale erkämpfen sich die Steelers ein Entscheidungsspiel.
Erik Timko erzielte 25 Punkte Foto: Editpress/Fernand Konnen
Es geht demnach weiter mit den Überraschungen im Play-off: Nach der 106:67-Niederlage in Ettelbrück hatten wohl die wenigsten mit einem Comeback des Aufsteigers gerechnet. „Wir wussten, dass es ein sehr schwieriges Spiel werden würde für uns. Doch wir wussten ebenfalls, dass die Etzella ihre Schwierigkeiten in unserer Halle hat. Schließlich hat Ettelbrück in der laufenden Saison bereits bei uns verloren. Zum Schluss behielten wir einen kühlen Kopf. Wir setzten die Anweisungen des Coachs um, das hat den Ausschlag gegeben. Es war einfach mega. Jeder kämpfte“, meinte ein glücklicher Kapitän Max Schmit.
Die Kordall Steelers schienen im Vergleich zum ersten Spiel wie ausgewechselt: Die Hausherren zeigten ein anderes Gesicht als vor vier Tagen in Ettelbrück. Wurde das Team von Trainer Pires im ersten Duell von Anfang an förmlich überrannt, agierten die Gastgeber diesmal von Anfang an mit Biss, harmonierten als Team und überzeugten im Rebound. Die Ettelbrücker lagen nach knapp fünf Minuten zwar 8:14 in Führung, doch die Steelers blieben hartnäckig und gingen mit einem Punkt Vorsprung in die erste Viertelpause. Der zweite Durchgang war eine Kopie des ersten: Ein omnipräsenter Henkel sorgte durch einen Dreier für eine 34:40-Führung. Doch die Antwort des Gegners ließ nicht lange auf sich warten: zur Pause lag der Gastgeber mit einem Zähler in Führung.
„Unterirdische Trefferquote“
Auch nach dem Seitenwechsel schien die Etzella ihren Rhythmus nicht zu finden, was die Steelers ausnutzten, um ihre Führung bis auf acht Einheiten zu erhöhen (59:51, nach 27’). Kordall blieb bis zum Anfang des letzten Durchgangs die spielbestimmende Mannschaft, allerdings war Profi Reynolds nach 30 Minuten mit vier Fouls vorbelastet. In den letzten zehn Minuten schien der Knoten bei der Etzella geplatzt: Mit einem 13:2-Zwischenresultat eroberten die Ettelbrücker die Führung zurück (68:72, nach 35’). „Zu diesem Zeitpunkt dachte wohl jeder: Jetzt kommt Ettelbrück mit seiner Erfahrung, doch wir sind gewohnt, dass wir Läufe von den Gegner kassieren“, meinte Schmit schmunzelnd. Kuhlmann, Timko und Joanitas drehten auf und der Gastgeber schlug zurück (81:78, noch 76’’). 34 Sekunden vor Schluss verkürzte der Ettelbrücker Profi Delph nochmals auf 83:82, ehe Timko im Gegenzug ein sicheres Händchen an der Freiwurflinie bewahrte und zwei Freiwürfe zum 86:82-Endstand versenkte. In den verbleibenden elf Sekunden konnten die Gäste ihren Ballbesitz nicht nutzen.
„Unsere Trefferquote ist unterirdisch. Wenn man nicht trifft, kann man nicht gewinnen. Wir wussten, dass Kordall alles geben würde, aber dennoch haben wir nichts unternommen. Und dann kommt ein solches Resultat zustande“, so Fritz Gutenkauf, der zuversichtlich auf das Entscheidungsspiel schaut: „Zu Hause sind wir stark. Vor allem müssen wir mit einer anderen Einstellung auf das Spielfeld gehen.“
Statistik
„T“-Bestnote: Erik Timko (Kordall Steelers)
Viertel: 26:25, 17:17, 20:15, 22:25
Kordall: Timko 25, Jonaitis 22, Kuhlmann 17, Reynolds 16, Pellegrino 4, De Brito Martins 1, Schmit 0
Ettelbrück: Davis 21, Delph 19, Henkel 16, McDaniel 11, P. Gutenkauf 8, Zenners 4, F. Gutenkauf 3
Schiedsrichter: Malané/ Glod/ Bleser
Zuschauer: 116 zahlende