Leichtathletik
Auf dem Zahnfleisch zum letzten Saisonhöhepunkt: Stéphanie Krumlovsky trotzt den Verletzungen
Ihre bisher erfolgreichste Saison krönte Stéphanie Krumlovsky standesgemäß mit zwei Meistertiteln im Diskus und in ihrer Paradedisziplin, dem Kugelstoßen. Dafür musste die 31-Jährige aufgrund mehrerer Verletzungen zum Saisonabschluss ziemlich auf die Zähne beißen.
Stéphanie Krumlovsky trotzt in dieser Saison vielen Verletzungen Foto: Editpress/Luis Mangorrinha
Für Ästheten des Sports mit der schweren Stahlkugel waren die einzigen zwei von sechs möglichen Versuchen, die Stéphanie Krumlovsky am Samstag überhaupt absolvieren konnte, alles andere als eine Augenweide. Die Beleserin stieß die beiden Versuche ohne die übliche Rotationstechnik aus dem Stand heraus und blieb mit 11,79 Metern fast vier Meter hinter ihrem Potenzial zurück. „Ich habe einen Bänderriss im Finger, eine Zerrung im Bein und eine Sehnenentzündung im Fuß. Daher war es doch etwas kompliziert“, erzählte die Kugelstoßerin mit einem Lachen und einer gewissen Portion Galgenhumor von ihren Verletzungen.
„Ich wollte trotzdem dabei sein, da es um den Titel ging.“ Genau dieses Unterfangen sollte auch gelingen, da sie mit ihrer Weite 62 Zentimeter vor Vizemeisterin Nadine Kremer (CAD) lag. Zuvor holte sich Krumlovsky souverän auch schon den Titel im Diskuswurf. Damit ist dann die bisher erfolgreichste Saison für die CAB-Athletin beendet, nachdem es ihr innerhalb von wenigen Tagen gar dreimal gelungen war, den nationalen Rekord im Kugelstoßen zu verbessern. Am 23. Mai übertraf Krumlovsky in Belgien erstmals die 15-Meter-Marke (15,01 Meter), bei den European Challenger Championships in Monaco erfolgte genau eine Woche später eine weitere klare Steigerung auf 15,38 Meter. Am 7. Juni verbesserte sie den Rekord bei der Interklubmeisterschaft auf 15,42 Meter.