Rede zur Lage der Nation
Was am Dienstag von Premierminister Xavier Bettel erwartet wird
Nach der Krise wird nichts mehr sein wie zuvor. Die oftmals zu Beginn der Pandemie geäußerte Floskel war wohl eher ein Ausdruck von Ratlosigkeit oder gar von Panik angesichts des unbekannten Virus als Einsicht in eine notwendige politische Kursänderung. Mehr als ein halbes Jahr nach Ausbruch der sanitären Krise in Luxemburg deutet vieles auf ein Weitermachen wie bisher.
Premierminister Xavier Bettel bei seiner Rede zur Lage der Nation vor der Chamber im vergangenen Jahr Foto: Editpress-Archiv/Isabella Finzi
Dabei hat Covid den Blick auf die sozialen Ungerechtigkeiten geschärft oder, um die Metapher vom Brennglas zu gebrauchen, sie noch deutlicher zum Vorschein gebracht. Doch einen radikalen Kurswechsel wird Premierminister Xavier Bettel (DP) am Dienstag bei seiner Rede zur Lage der Nation kaum ankündigen. Denn einen solchen sieht das Koalitionsprogramm nicht vor, um auf die regierungsseitig wiederholte Begründung für den Unwillen nach größerer Steuergerechtigkeit zurückzugreifen.