Von der Geburt bis zum Tod

Warum es wichtig ist, über Feminizide zu sprechen

Wenn man von Feminiziden spricht, ist damit die Ermordung von Frauen aufgrund ihres Geschlechts gemeint. Zugleich nähert man sich damit auch einer Reihe von Mechanismen an, die mit der männlichen Dominanz verbunden sind. Das Fehlen von Zahlen, die Berichterstattung in den Medien, die Haltung der Polizei und der Platzmangel in den Notunterkünften scheinen darauf hinzudeuten, dass man nicht gewillt ist, die ganze Schwere des Verbrechens in Betracht zu ziehen.

Jessica Lopes, Rosa Brignone und Caroline Klein

Jessica Lopes, Rosa Brignone und Caroline Klein Fotos: Editpress/Hervé Montaigu, Julien Garroy

Man spricht nicht darüber. Und wenn man darüber spricht, spricht man schlecht darüber. Dieser Ansicht ist Rosa Brignone, wenn man sie zu Morden an Frauen in Luxemburg befragt. Sie hat das Thema Gewalt gegen Frauen in den 90er Jahren im Sekretariat des Europäischen Parlaments mitverfolgt. Es war die Zeit der Pekinger Deklaration und Aktionsplattform – dabei handelt es sich um einen Forderungskatalog zur Stärkung von Frauenrechten und der Gleichstellung der Geschlechter.

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