Stephen De Ron
Von Hesperingen in die heiligen Hallen der EU
Aktuell findet in Brüssel die 173. Plenartagung des „European Committee of the Regions“ statt. Mittendrin: Staatsrat-Neuzugang Stephen De Ron („déi gréng“) aus Hesperingen. Wie schafft der 35-jährige Jurist den Spagat zwischen Beruf, Politik und Privatleben?
Stephen De Ron (35) ist in Itzig aufgewachsen, hat Europäisches Recht studiert und ist Gemeinderatsmitglied in Hesperingen Foto: Editpress/Julien Garroy
Bühnenerfahrung konnte Stephen De Ron bereits in seiner Jugend sammeln. Als Gitarrist spielte er in Indie-Bands, trat mitunter beim „Rock-A-Field“-Festival auf. Sein Publikum am Dienstagabend (13.10.) wird allerdings von einem anderen Schlag sein.
Als „Rapporteur“ tritt De Ron gegen 19 Uhr in Brüssel vor das „European Committee of the Regions“ (CoR). Seine Mission: das Plenum für Änderungsanträge in Bezug auf den „European Democracy Shield“ gewinnen. Letzterer ist eine EU-Initiative zur Abwehr von Desinformation, Anfeindungen und demokratischer Erosion. Die „Opinion“, die der Luxemburger nun stellvertretend dem Plenum präsentieren wird, formuliert eine wichtige Forderung: Städte und Regionen sollen als gleichberechtigte Partner eingebunden werden, da Missstände und Bedrohungen zuallererst auf lokaler Ebene spürbar sind.