Eine Bestandsaufnahme

Ungleichheit reproduziert sich im Luxemburger Bildungswesen

Vor der Sommerpause wurde viel über die Themen Rassismus und Diskriminierung diskutiert. Eine tiefgehende wissenschaftliche Aufarbeitung mit direktem Bezug zu Luxemburg gibt es nicht. Unter anderem stellt sich die Frage, inwiefern Diskriminierung ein Problem im nationalen Schulsystem ist. Eine Forschungsarbeit an der Universität Luxemburg setzt sich hiermit nun konkret auseinander.

Die EU-Studie „Being Black in the EU“ wurde auch in Luxemburg aufgegriffen. Dabei zeigte sich, dass junge Menschen anderer Hautfarbe  neben der institutionellen Diskriminierung im Alltag auch in der Schule immer noch benachteiligt werden. 

Die EU-Studie „Being Black in the EU“ wurde auch in Luxemburg aufgegriffen. Dabei zeigte sich, dass junge Menschen anderer Hautfarbe  neben der institutionellen Diskriminierung im Alltag auch in der Schule immer noch benachteiligt werden.  Foto: Editpress/Julien Garroy

Vor zwei Jahren hat die Europäische Union eine Studie mit dem Titel „Being Black in the EU“ veröffentlicht, in der die Diskriminierung von Afroeuropäer und Afroeuropäerinnen in verschiedenen Ländern analysiert wird. Ihr zufolge stellt Diskriminierung in Luxemburg ein akutes Problem dar. So ging aus der Studie hervor, dass schwarze Menschen hierzulande in den Bereichen Arbeit, Wohnen und Bildung im Durchschnitt stärker diskriminiert werden und einem höheren Armutsrisiko ausgesetzt sind als in anderen EU-Ländern. Neben Rassismus tritt Diskriminierung aber auch immer wieder in Form von Sexismus, Homophobie und Xenophobie auf.

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