Corona
Paulette Lenert spricht von einer alarmierenden Situation in den Krankenhäusern Luxemburgs
Die Regierung observiert die Lage noch bis Freitag – alarmierend ist die Situation trotzdem. Das sagte Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP) am Donnerstagmorgen in einem Interview mit dem Radiosender 100,7.
Archivfoto: Editpress/Fabrizio Pizzolante
„Wir observieren noch“, sagt Gesundheitsministerin Paulette Lenert im 100,7-Interview zum aktuellen Infektionsgeschehen. Weitere Maßnahmen seien jedenfalls nicht ausgeschlossen: Man registriere zwar eine gewisse Stabilisierung der Fallzahlen, könne allerdings noch nicht von einer Besserung reden. „Kein Wissenschaftler schließt eine Situation aus, in der sich die Zahlen von heute auf morgen verdreifachen“, sagt Lenert. „Die Frage ist, ob wir die Anzahl der Neuinfektionen wieder auf ein kontrollierbares Niveau kriegen.“ Ein „état de crise“ komme nur infrage, wenn eine Maßnahme nicht über den parlamentarischen Weg umsetzbar sei. Die Regierung wolle drastischere Schritte vermeiden. Vor allem nur die älteren Generationen „einzusperren“, sei keine Option. Der Anstieg der Neuinfektionen unter den über 60-Jährigen sei allerdings beunruhigend. „Vor allem Cluster in Altersheimen sind zuständig für den Anstieg“, sagt die Gesundheitsministerin.