Umwelt
In Schlangenlinien zurück zur Natur: In Steinsel soll die Alzette wieder mäandern
Dass die Alzette in Luxemburgs Hymne besungen wird, passt nicht dazu, wie mit dem Fluss lange umgegangen wurde: mit allerlei Abwässern versetzt und in schnurgerade Betonröhren gezwängt, die teils sogar unterirdisch verlaufen, galt der Fluss lange Zeit eher als verlorene Kloake. Längst wird aber in weiten Teilen an der Renaturierung gearbeitet – in Steinsel ist gerade der nächste entsprechend geplante Abschnitt vorgestellt worden.
Ein Strich in der Landschaft: So präsentiert sich die Alzette derzeit noch auf dem Abschnitt, der bald aber angegangen werden soll Foto: Editpress/Didier Sylvestre
Mit der Entwicklung der Dampfmaschine und der Dieselmotoren, der Eimerketten- und Schaufelradbagger wurde es der fortschrittsbegeisterten Menschheit endgültig möglich, die sich durch die Landschaften schlängelnden Flüsse und Bäche radikal zu begradigen – nicht nur, um darauf immer größere Schiffe immer schneller fahren zu lassen: So wurde die Alzette 1755 im Bann Steinsel begradigt, um die Feuchtwiesen links und rechts für die Landwirtschaft trockenzulegen.