Nach schweren Vorwürfen
Externe Prüfung an der Uni Luxemburg angelaufen – Ergebnisse 2027 erwartet
Nach monatelanger Kritik an Arbeitsklima, Mobbingvorwürfen und Entlassungen an der Universität Luxemburg ist das externe Audit angelaufen. Die Untersuchung soll die Vorwürfe und Strukturen an der Uni unabhängig beleuchten. Parallel hat die Uni erste Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten umgesetzt.
An der Universität Luxemburg läuft derzeit ein externes Audit Foto: Editpress/Julien Garroy
Die externe Prüfung der Universität Luxemburg ist angelaufen. Das externe Konsortium Pétillances, Ergo Conseil & Aménagement und eSST hat das Audit am 23. September mit einer Präsentation gestartet, bestätigt eine Pressesprecherin der Uni.lu gegenüber dem Tageblatt. Mit den Ergebnissen wird im Juni 2027 gerechnet. „Die Gruppe wird in strikter Unabhängigkeit und unter Wahrung höchster Vertraulichkeit arbeiten, um die Daten unvoreingenommen zu prüfen und eine objektive Bewertung des Arbeitsumfelds abzugeben“, heißt es weiter.
Unabhängig von der laufenden Untersuchung hat die Universität bereits weitere Maßnahmen eingeleitet. Für alle Beschäftigten gilt inzwischen eine Richtlinie zum Recht auf Nichterreichbarkeit, die klare Grenzen zwischen Arbeits- und Freizeit festlegt. Außerdem bündelt ein eigener Bereich im Mitarbeiterportal der Universität Informationen, Ansprechpartner und Unterstützungsangebote rund um respektvolles Verhalten und Beziehungen am Arbeitsplatz. Zudem seien weitere Initiativen, etwa Schulungen für Führungskräfte und Einarbeitungsprogramme für neue Mitarbeiter, in Vorbereitung und sollen im Einklang mit den Ergebnissen der unabhängigen Prüfung weiterentwickelt werden.