Waringo-Bericht
Eine Monarchie unter der Lupe
Ende September legte Premierminister Xavier Bettel dem Institutionsausschuss des Parlaments den Entwurf des großherzoglichen Erlasses vor, der Ordnung in die Personal- und Finanzverwaltung am großherzoglichen Hof bringen soll. Er übernimmt weitgehend die Empfehlungen aus dem Waringo-Bericht. Im Auftrag von Premierminister Xavier Bettel hatte sich der ehemalige Direktor der staatlichen Finanzinspektion Jeannot Waringo während Monaten am großherzoglichen Hof umgeschaut und mit Mitarbeitern gesprochen. Seine Schlussfolgerungen und Empfehlungen wurden im Januar dieses Jahres vorgelegt. Ein Blick in ein Dokument, das etliche Missstände insbesondere bei der Personalverwaltung offenlegte.
Premierminister Xavier Bettel und Berichterstatter Jeannot Waringo Foto: Editpress/Didier Sylvestre
Die Aufgabe, die Waringo im Juni 2019 vom Regierungschef bekam, war klar und deutlich formuliert: Er sollte die Personalorganisation am Hof analysieren, ein neues Organigramm und eine klare Befehlskette erstellen. Insbesondere der angeblich raue Umgang mit Angestellten am Hof und die hohe Personalfluktuation hatten seit längerem für Negativschlagzeilen gesorgt. Zweiter wichtiger Auftrag für den versierten Finanzexperten: eine globale Analyse des Umgangs mit den öffentlichen Geldern am Hof.