Sicherheit
Ein Fehler bei der Post und alles steht still: Ist Luxemburg auf echte Krisen überhaupt vorbereitet?
Vier Stunden war Luxemburg offline – samt Notruf. Einen Cyberangriff gab es ersten Erkenntnissen nach nicht. Der Vorfall zeigt: Weder Technik noch Behörden sind auf den Ernstfall vorbereitet.
Diese LU-Alert-Nachricht wurde natürlich so nicht versendet – aber viel aufschlussreicher waren die Infos am Mittwoch nicht Montage: Editpress / Kim Kieffer
„Rien ne va plus“ – was sonst vom Roulette-Tisch bekannt ist, galt am Mittwochnachmittag für weite Teile Luxemburgs. Von 16.15 Uhr bis 19.50 Uhr war das Mobilfunknetz der Post tot: Kein 4G, kein 5G, das überlastete 2G-Netz kaum erreichbar. Auch Internet und Festnetz waren betroffen – Letzteres, weil die Post Ende 2024 komplett auf IP-Telefonie umgestellt hatte. Wer also dachte, sein altes Haustelefon sei eine verlässliche Alternative, wurde eines Besseren belehrt: Auch dieses ist heute auf das Mobilfunknetz angewiesen. Oh – und die Geldautomaten der Post und die Computer in ihren Shops? Ebenfalls futsch.