Luxemburg
Debatte um Arbeitszeitverkürzung steht erst am Anfang: Liser-Studie regt weitere Studien an
Arbeitszeitverkürzungen waren bislang immer das Resultat sozialer Kämpfe und vorherrschender Machtverhältnisse. Erst nach gewerkschaftlichen Kämpfen wurden 48-, 44- und schließlich 40-Stunden-Wochen in Luxemburg arbeitsrechtlich eingeführt, was bei der aktuell geführten Debatte wohl nicht anders sein wird.
Arbeitsminister Georges Engel spricht sich für eine Verkürzung der Arbeitszeit aus und wünscht sich eine sachliche Diskussion Foto: Editpress/Hervé Montaigu
Mit dem Auftrag einer Studie zum Thema Arbeitszeitverkürzung an das „Luxembourg Institute of Socio-economic Research“ (Liser) wollte Minister Georges Engel lediglich objektive Elemente in die Diskussion einbringen, um Emotionalität aus dieser heraus- und Rationalität in diese hineinzubringen. Dass dies nicht so einfach werden wird, verdeutlichen erstens die Reaktion der UEL, die am Dienstag einer Sitzung des „Comité permanent du travail et de l’emploi“ (CPTE) fernblieb, während der die Studie präsentiert wurde, und zweitens die Schlussfolgerungen dieser Untersuchung, die in vielen Punkten wenig klare Ergebnisse brachte und unter anderem die Durchführung weiterer Studien anregt.