Provokation
CGFP, LCGB und OGBL werfen Statec „unwürdigen Umgang mit den Gewerkschaften“ vor
Die CGFP, der LCGB und der OGBL sehen in einem von Statec organisierten Wirtschaftsseminar eine Provokation gegenüber Luxemburgs Gewerkschaften. Die Statistikbehörde eckte bereits mit früheren Aktionen bei den Arbeitnehmervertretern an.
Die Gewerkschaften werfen dem Statistikinstitut unter anderem die Verbreitung von Falschinformationen vor Foto: Editpress/Julien Garroy
Luxemburgs Gewerkschaften fühlen sich von Statec auf die Füße getreten – und das nicht zum ersten Mal. Die nationale Statistikbehörde organisiert am 25. April ein Seminar zum Thema „Der Stellenwert der Gewerkschaften in einer sich wandelnden luxemburgischen Wirtschaft“. Das Problem: Die CGFP, der LCGB und der OGBL können nicht an der Veranstaltung teilnehmen, da bereits am selben Tag ein Treffen der Sozialpartner im Rahmen des Europäischen Semesters mit der Regierung angesetzt war. Doch damit nicht genug: Zu den geladenen Referenten würden unter anderem Vertreter der OECD gehören, „jener Organisation, die zuvor schon des Öfteren ihre feindselige Einstellung gegenüber den Arbeitnehmervertretern bekundet hat“, schreiben die drei Gewerkschaften in einer gemeinsamen Pressemitteilung vom Montag. Die Referenten erhielten die Gelegenheit, ihre Standpunkte über zwei Stunden lang ausführlich darzulegen. Den drei national repräsentativen Gewerkschaften würden hingen nur insgesamt 15 Minuten eingeräumt werden, in denen sie „aus dem Stand heraus auf die Aussagen reagieren“ sollen.