„Virwëtztut“ Militärsatellit
Budget war schon 2018 aufgebraucht – weitere 180 Millionen Euro sind eingeplant
Das Finanzierungsgesetz für den Luxemburger Militärsatelliten wurde am 24. Juli 2018 im Parlament gestimmt. 170 Millionen Euro wurden eingeplant, um den Beobachtungssatelliten zu bauen und während mehreren Jahren zu betreiben. „Das wird ganz sicher nicht reichen“, sagt Verteidigungsminister François Bausch („déi gréng“) – und will am 13. Juli einen detaillierten Bericht über die weitere Finanzierung vorlegen. Eine Chronologie der Ereignisse.
François Bausch muss die Planungsfehler von 2018 begradigen – und rechnet dafür zusätzlich 180 Millionen Euro ein Foto: Editpress/Julien Garroy
170 Millionen Euro hat das Luxemburger Parlament im Juli 2018 für einen Militärsatelliten bereitgestellt. Über eine Dauer von 14 Jahren soll der Satellit hergestellt, ins All geschossen und anschließend genutzt werden. So steht es in dem vom Parlament gestimmten Gesetz. Eine Fehleinschätzung, wie eine Überprüfung der durch die Firma PwC aufzeigt: Die Betriebskosten wurden, obwohl explizit im Gesetzestext erwähnt, nicht einkalkuliert und das Budget war schon im September 2018 – zwei Monate nach Verabschiedung des Projektes im Parlament – aufgebraucht, sagt Verteidigungsminister François Bausch auf Nachfrage des Tageblatt. Der Radiosender 100,7, dem der PwC-Bericht vorliegt, hatte zuerst über die Missstände berichtet.